Wildeshausen - An 116 Tagen rollten im vergangenen Jahr die Kugeln beim Pétanque Club „Wilde Boule“ Wildeshausen. Vorsitzende Gabriele Teichmann berichtete bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung von 36 Turnieren sowie mehr als 60 Spiel- und Trainingstagen. „Mit Rekordteilnehmerzahlen bei überregional angebotenen Veranstaltungen, einem Ferienpass-Nachmittag und der Ausrichtung des Unternehmer-Cups für die Interessengemeinschaft der Unternehmer Deutschlands hat sich der Verein nach außen bestens präsentiert“, so Teichmann.
Beim Jubiläum dabei
2020 bedeutet für den Pétanque Club doppeltes Jubiläum. Zum einen feiert der Verein sein 25-jähriges Bestehen, zum anderen beteiligt er sich am Jubiläum „750 Jahre Stadtrechte“ in Wildeshausen. Am 3. Mai wirkt der Verein beim Tag des Sports in der Innenstadt mit, am 9. Dezember feiert er seinen Gründungstag.
Angesichts des Booms beim Pétanque Club mit einer positiven Mitgliederentwicklung wird auf der Bouleplatz im Krandel umgestaltet. Nach Darstellung des 2. Vorsitzenden Hans-Georg Kolloge soll der Platz so erweitert werden, dass Turnierfelder in vorgeschriebener Größe angelegt werden können. Außerdem sind Abgrenzungen des Platzes erforderlich zur Wahrung der Verkehrssicherheit und als Kennzeichnung eines zweckgebundenen Platzes. Gleichzeitig soll die Ausleuchtung optimiert werden.
Nach einem guten sportlichen Jahr 2019 hat der Wildeshauser Pétanque Club die Weichen für die bevorstehende Saison gestellt. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte konnte der Club 2019 für den Spielbetrieb zwei Mannschaften melden. „Wir haben einen Pool von 20 Lizenzspielern, die in der Liga eingesetzt werden können“, so Teichmann. Benötigt werden pro Mannschaft mindestens sechs Spieler. Da innerhalb der Begegnungen ausgewechselt werden kann, sind pro Runde zehn Spieler einsetzbar.
Erneut zum Teamchef wurde Hans-Georg Kolloge gewählt. Für die neue Saison haben er und seine Mannschaft sich einen Aufstieg in die Regionalliga als Ziel gesetzt. Im Vorjahr stand der Club am Ende in der Bezirksoberliga auf Rang fünf.
Das Liga-Debüt der zweiten Mannschaft verlief nach Angaben des Vereins sehr gut. Mannschaftsführer Hans Döding ist mit seinem Team und einem guten dritten Platz in der Bezirksliga sehr zufrieden. „Es hat Spaß gemacht, sich auswärtig mit anderen Spielern zu messen. Gewöhnungsbedürftig für uns sind noch die unterschiedlichen Böden bei Auswärtsspielen, die sich doch wesentlich vom heimischen Terrain im Krandel unterscheiden“, stellte Döding fest, der ebenfalls als Mannschaftsführer wiedergewählt wurde.
Topspielerin Teichmann
Eine der besten Spielerinnen des Vereins ist die Vorsitzende Gabriele Teichmann. Sie qualifizierte sich bei der Landesmeisterschaft Veteranen im Triplette mit zwei Spielern aus Rastede zur Deutschen Meisterschaft und schaffte dort mit ihrem Team von 128 Mannschaften den neunten Platz, der zugleich das Ticket für die DM-Teilnahme 2020 in Berlin bedeutet. Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften war sie im Kader des Niedersächsischen Pétanque-Verbandes als Trainerin des Frauenteams und kehrte mit der Bronzemedaille heim.
