WILDESHAUSEN - Ole Goyert hatte am Mittwochabend im Vereinsheim des TV Neerstedt allen Grund zur Freude. Als Bundesfreiwilligendienstler, kurz „Bufdi“ genannt, unterstützte der 20-jährige Hoykenkamper seit Anfang Juli 2011 für ein Jahr die Handball-Jugendarbeit des VfL Wildeshausen und des TV Neerstedt. Jetzt wurde er verabschiedet.
„Ein Jahr ist um, nun müssen wir Abschied nehmen“, so Jens Schachtschneider vom TV Neerstedt. Für die wichtige Vereinsarbeit bedankte er sich zusammen mit Wolfgang Sasse vom VfL Wildeshausen mit zwei VIP-Eintrittskarten für das Frauenhandball-Länderspiel Deutschland gegen Brasilien, am Freitag, 13. Juli, in der Bremer Stadthalle. „Das hast Du Dir verdient“, erklärte Sasse.
Ole Goyert sieht das „Bufdi“-Jahr als wichtige Erfahrung an. Zum einen konnte er seine Trainer-C-Lizenz machen, in Neerstedt die weibliche E-, männliche B- und männliche D-Jugend und in Wildeshausen die männliche B-II-Jugend begleiten; und zum anderen war er im AG-Projekt Verein und Schule unterstützend tätig. Jetzt hofft der 20-Jährige auf einen Studienplatz mit dem Schwerpunkt Sport. Dazu hat er sich an mehreren Universitäten beworben.
„Ich kann jedem empfehlen, eine solche Gelegenheit zu nutzen und ein Freiwilligenjahr zu absolvieren“, so Goyert. Außerdem sei die Arbeit mit der D-Jugend besonders positiv gewesen.
Die Personallücke, die Goyerts Weggang reißt, decken die Neerstedter durch neue Jugendtrainer beziehungsweise -betreuer. Außerdem übernimmt Werner Lenzschau die Jugendarbeit bis zur D-Jugend. „Wir sind zufrieden“, so Schachtschneider, der allerdings einen leichten Rückgang in den ersten Jahrgängen bemängelt. Anders Sasse: „Unsere Mitgliederzahlen steigen. Der Nachwuchs kommt.“ Impulse erhofft sich der VfL-Chef und Vorsitzende der Handball-Region Oldenburg auch von der neuen Sporthalle St. Peter in Wildeshausen.
