Wildeshausen - „Eine tolle Aktion“, fand Miriam Mierbach aus Wildeshausen. Gemeinsam mit Ehemann Carsten und den Kindern Emely (12) und Madlen (2) war sie am Sonntagnachmittag ins Wildeshauser Freibad gekommen. Aber nicht zum Schwimmen. Ins kühle Nass sollte ein anderes Familienmitglied springen: Labrador-Rüde Django. „Er war im Frankreich-Urlaub jeden Tag im Meer und freut sich aufs Wasser“, sagte Mierbach.
Zum ersten Mal hatte das Wildeshauser Krandelbad ein Hundeschwimmen im Freibad nach Ende der Sommersaison angeboten. Das Echo war riesig. Schon 20 Minuten vor dem Einlass standen Frauchen und Herrchen mit ihren Vierbeinern vor dem Kassenhäuschen, so Schwimmbadleiter Marcel Buller. Pro Hund wurden zwei Euro Eintritt fällig. Eine Plastiktüte, falls einmal das „große Geschäft“ entsorgt werden muss, gab’s gratis dazu. „Das Eintrittsgeld ist völlig in Ordnung“, sagte Nadine Hoting, die mit ihren schwarzen Labradoren Teddy und Kurt aus Harpstedt ins Krandelbad gekommen war.
„Hundeschwimmen ist in Deutschland im Moment absolut im Trend“, sagte Buller. Dem Tierwohl zuliebe hatte er die Chloranlage abgestellt. Die Temperatur im Schwimmerbecken lag bei 22 Grad; im Nichtschwimmerbecken waren es 17. Selbst Bullers Kollege André Grasso hatte seine zwei Hunde mitgebracht.
„Das Schwimmen ist sehr gut für die Muskulatur der Hunde“, sagte Hundetrainerin Nina Hohendahl (38). „Auch das Sozialverhalten wird hier trainiert.“ Hohendahl musste kein einziges Mal eingreifen. „Es klappt sehr gut hier.“ Viele Hundebesitzer motivierten ihre Tiere mit Bällen oder Leckerli, um ins Wasser zu gehen. Manch ein Besucher bekam nasse Füße.
Katrin Sandstedt und ihre Kinder Luca (12) und Mia (9) waren mit ihrem Labrador-Bearded-Collie aus Harpstedt gekommen. Freundin Jana Mohrmann hatte ihren Australien Shepherd Scout mitgebracht. „So eine Aktion wünschen wir uns auch im Harpstedter Rosenbad“, sagten sie. Zum Ende der Veranstaltung hatten genau 157 Hunde den Eingang des Wildeshauser Freibades passiert. Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein Hundeschwimmen geben, sagte Badleiter Buller zu.
