WILDESHAUSEN - Die Trainerin Marina Gehlenborg denkt oft darüber nach, wie sie die Übungseinheiten ihrer Juniorinnen-Teams im VfL Wildeshausen gestaltet. Als Trainerin eines Mädchenteams verbringt sie aber auch viel Zeit damit, Werbe-Aktionen zu planen, deren Ziel es ist, neue Spielerinnen zu gewinnen. Bei Jungs ist das fast ein Selbstläufer, die gehen halt einfach zum Fußball. Bei Mädchen ist das etwas Anderes. Da muss man selbst aktiv werden, zum Beispiel mit Ferienpass-Aktionen. Ich habe aber auch schon Zettel geschrieben und verteilt, erzählt die 32-Jährige.
Gehlenborg ist Trainerin der E-Juniorinnen (Jahrgang 2001/2002) des VfL, mit denen sie in der Kreisliga-Qualifikationsrunde antritt. Und sie baut ein F-Juniorinnen-Team (2002/2003) auf. Spaß am Fußball im besonderen und an der Bewegung im allgemeinen möchte sie vermitteln. Die Begeisterung der Mädchen, wenn sie anfangen, Fußball zu spielen, sei groß. Im Training wird die Motorik gefördert. Es ist eine Bewegungsschule. Klar, es ist ballorientiert, aber es ist eben nicht nur Fußball, erklärt sie. Damit sei es eine gute Alternative zu Computern, Videospielen und Fernsehern. Und ich denke, dass es auch für Mädchen gut ist, wenn sie im Mannschaftssport aktiv sind. Gehlenborg spielt schon lange Fußball. Derzeit ist sie für die SF Wüsting II aktiv, mit denen sie in der vergangenen Saison Kreisliga-Meister wurde und das Pokalfinale erreichte. Die Idee, eine Mannschaft zu betreuen, geisterte schon länger in ihrem Kopf herum. Ihre Nichte spielte in dem seit November 2007 bestehenden
VfL-Team, das damals von Nadine Kufner trainiert wurde. Als diese eine Betreuerin suchte, sagte Gehlenborg zu, wurde später Trainerin. Inzwischen hat sie begonnen, am DFB-Stützpunkt in Ganderkesee ihre C-Lizenz zu erwerben.
In den Übungseinheiten wird sie von Hartmut Lachmann unterstützt, der vorrangig das Torwarttraining leitet. Er und Gehlenborg kümmern sich um eine eingeschworene Gemeinschaft, die mit viel Spaß bei der Sache ist. Dass Mädchen in diesem Alter auch bei den Jungen mitspielen dürfen, hält Gehlenborg für eine gute Sache. Gerade die talentierten Spielerinnen lernen so sehr viel, bestätigt sie. Irgendwann sei der körperliche Nachteil gegenüber den Jungen aber zu groß. Und dann muss es für die Mädchen Mannschaften geben, sonst hören sie auf.
Deshalb sei es wichtig, früh reine Mädchenteams aufzubauen. Gehlenborg weist darauf hin, dass für die F- und für die E-Juniorinnen noch Spielerinnen gesucht werden. Trainiert wird dienstags von 15 bis 16.30 Uhr (F-Juniorinnen) und von 16.30 bis 18 Uhr im Krandelstadion. Informationen können unter 01 72/ 1 51 74 75 oder per E-Mail an mgehlenborg@web.de erfragt werden.
