WILDESHAUSEN - Siegbert Schmidt war zufrieden. Die monatelange Vorbereitung auf das viertägige Spring- und Dressurturnier hatte sich gelohnt. „Alles hat geklappt“, sagte der Vorsitzende des RV Leichttrab Wildeshausen am Sonntag. Seit Donnerstag hatten sich auf der Anlage am Fillerberg 420 Reiter in 20 verschiedenen Prüfungen bis zur höchsten Schwierigkeitsstufe, der Klasse S, gemessen. Die Nachbereitung des Turniers war dann schnell erledigt. „Wir bauen noch heute Abend alles ab“, erklärte Schmidt. „Ein Dankeschön geht natürlich an die Sponsoren und Helfer, ohne die so ein Turnier nicht möglich wäre.“

Die Plätze waren in sehr gutem Zustand. Und auch das Wetter spielte mit: Die Temperaturen waren etwas heruntergegangen, was es für Pferde und Reiter deutlich angenehmer machte. „Das einzige Manko war die Trockenheit an den ersten drei Tagen“, berichtete Schmidt. „Wir mussten Tag und Nacht sprengen.“ So störten dann auch die kleinen Schauer am Sonntag – zumindest am Fillerberg – niemanden. Besonders gut besucht, war die Anlage natürlich am Sonntag, an dem mit einem S-Springen mit Stechen und der Dressur der Klasse S zwei der drei höchsten Prüfungen ausgetragen wurden. „Über die Zuschauerresonanz können wir nicht klagen“, so Schmidt. „Auch wenn natürlich ruhig mehr Zuschauer kommen könnten.“

Die Springprüfungen der Klasse S gewannen Rolf Moormann (RV Ahlhorn) und Alexander Hinz (RV Diepholz). Moormann setzte sich am Sonnabend auf Balboa mit einem fehlerfreien Ritt in 71,22 Sekunden durch. Am Sonntag gewann Hinz auf Crossing Jordan das Stechen des S-Springens. Zweite wurde in dieser Prüfung Putri Hamidjojo auf Fabiene. Sie startet für den gastgebenden Verein. Bereits am Sonnabend hatte dieses Gespann mit Platz sechs in der S-Prüfung für einen Höhepunkt aus Sicht des RV Leichttrab gesorgt. Schmidt war auch mit dem Abschneiden der Aktiven seines Vereins zufrieden. „Es sind nicht so viele gestartet. Aber wir hatten einige Platzierungen“, sagte er. So zum Beispiel in der S-Dressur am Sonntag. Claudia Schröder erhielt auf Wildboy 722.00 Punkte und wurde Neunte.

Der Sieg in der S-Dressur ging an Patrizia Bannach vom RFV Esterwegen auf Waldmann (763.00). Eine starke Leistung bot auch Sandra Bührmann vom RV Höven, die auf Sir Tender Vierte wurde (736). Rang acht sicherte sich ihre Vereinskameradin Julia Jupe auf Notre Dame (723.00).

Weitere Siege für die Reitsportler aus dem Landkreis feierten Soveig Hoffmann (RV Grüppenbühren) auf Casper K in einem L-Springen, Hendrik Scho (Höven) auf Polly in einer M-Springprüfung, Martina Wolf (RC Hude) auf Alina in einer M-Dressur sowie Bührmann auf Sirtaki in der Reitpferdeprüfung.