WILDESHAUSEN - Im Wildeshauser Jugendzentrum Jott-Zett gaben sich unmittelbar vor den Weihnachtstagen die Besucher die Klinke in die Hand. Die „Schlafparty“ der Jugendlichen von Freitag auf Sonnabend war erneut ein großer Erfolg. Und am vierten Advent gab’s ein großes „Hallo“ beim Treffen der „Senilos“. Mehr als zwei Dutzend „Ehemalige“ um den langjährigen Mitarbeiter Gerrit Knocke waren gekommen.

„Eigentlich war Rauchen damals tabu“, meinte Knocke unter Hinweis auf jene Gäste, die sich dennoch die ein oder andere Zigarette ansteckten. „Wenn man hier reinkommt, die Räume und die Leute sieht, ist alles wie früher“, ergänzte Woldemar Schilberg, inzwischen Wildeshauser SPD-Ratsherr. Nur die Pflanzen an der Theke seien geradezu „explodiert“, hieß es.

Bei Kaffee und Butterkuchen schwelgten die Ehemaligen in Erinnerungen. Knocke meinte: „Ich kenne noch den kompletten Rohbau. Wir haben hier damals mehr als 4000 Arbeitsstunden reingesteckt.“ Nur die Materialen seien gekauft worden. „Mit acht Stunden am Tag war es oft nicht getan.“ Am 2. April 1995 hatten die „Jott-Zettler“ die einstige Zigarrenfabrik übernommen.

Das Treffen, traditionell am Sonntag vor Heiligabend, wird stets zum Austausch der Neuigkeiten aus der alten Clique genutzt. „Wir schauen uns alte Fotos an und dann geht’s los“, sagt Knocke. Was machen die anderen beruflich? Wo lebt der denn jetzt? Alles Frage, die interessieren. Und auch diesmal ging es wieder an den Tischkicker und zum Billard. Knocke: „Zehn Jahre Trainingsrückstand merkte man einigen doch schon etwas an.“ Und im Gegensatz zu den „wilden 90ern“ ging es etwas ruhiger zu. Die weiteste Anfahrt hatten diesmal übrigens Daniel Oermann, der aus Aachen kam, und Jan-Peter Biernoth aus Hamburg. Am Termin wollen alle festhalten. „Kurz vor Weihnachten ist das optimal“, meinte Jörn Brünger.