WILDESHAUSEN - Knapp eine Woche vor Beginn der neuen Saison im Fußball-Bezirkspokal haben die C-Junioren des VfL Wildeshausen einen Test der besonderen Art vollzogen. Auf eigenem Platz trat der Bezirksligist gegen starke Konkurrenz an.
Der Turnier-Organisator Servet Zeyrek hatte bereits im letzten Jahr den VfB Oldenburg und Werder Bremen locken können. Dieses Jahr waren neben Oldenburg und Bremen (U13) der FC St. Pauli (U13), der SV Meppen, der SC Verl (je Landesliga) sowie der Bezirksligist TSV Havelse am Start. Gespielt wurde im Modus „Jeder gegen Jeden“ in 18-minütigen Partien.
Kevin Kari trifft
Im zweiten Spiel waren die Gastgeber gegen den TSV Havelse gefordert. Beide Teams begannen abwartend. Die Wildeshauser um Trainer Uwe Kricke und Co-Trainer Servet Zeyrek konnten sich immer größere Feldvorteile sichern, ohne dabei jedoch gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Erst das 1:0 für den TSV weckte die Rot-Weißen auf. In den verbleibenden acht Minuten wurde der VfL offensiver und kam in der 13. Minute durch Kevin Kari nach einem tollen Pass in die Schnittstelle der Havelser Abwehr zum Ausgleich. Währenddessen zeigte der spätere Turniersieger Meppen eine starke Leistung und schlug Werder Bremen mit 3:0.
Auch in der nächsten Partie gegen den FC St. Pauli (0:0) erkämpften sich die Wildeshauser einen Punkt. Zwar waren die Hamburger optisch überlegen, gute Tormöglichkeiten entstanden jedoch nur selten.
Im dritten Spiel wartete der Landesligist Oldenburg. Der VfL begannen sehr defensiv und hoffte über Konter zum eigenen Torerfolg zu kommen. Nach einem Stellungsfehler in der Defensive hatte der Oldenburger Angreifer aber keine Mühe, den Ball zum 1:0 einzuschieben.
Nach einer längeren Spielpause bekamen es die Wildeshauser mit Werder Bremen zu tun. Die Bremer wurden erst vor wenigen Wochen neu zusammengestellt. Der VfL witterte also seine Chance. Zwei Fernschüsse in der fünften und sechsten Minute blieben jedoch die besten Möglichkeiten. Werder fing sich langsam und setzte die Wildeshauser unter Druck. Torwart Jannik Suerstedt erwies sich als starker Rückhalt und hielt sein Team im Spiel. Doch schon wie gegen Oldenburg fehlte dem VfL die Cleverness, um einen Punkt mitzunehmen. So fiel der entscheidende Treffer für den SVW in der 14. Minute aus kurzer Distanz.
In den abschließenden beiden Partien merkte man Wildeshausen die lange Sommerpause an. „In den letzten zwei Spielen war die Luft raus“, so Co-Trainer Servet Zeyrek. Vor allem in der Partie gegen den späteren Turniersieger Meppen stimmte bei den Gastgebern wenig. Innerhalb von kürzester Zeit war die Partie entschieden. Mit dem Abpfiff erzielte Meppen das 5:0.
Kraftraubener Wettkampf
So kam es in der letzten Partie gegen den SC Verl, der nur einen Zähler vor dem VfL lag, noch einmal zu Spannung. Vor dem Spiel schwor Zeyrek seine Jungs ein: „Einmal wollen wir gewinnen!“ Das Engagement stimmte, doch den Spielern fehlte nach dem langen Tag die Kraft, um deutliche Tormöglichkeiten herauszuspielen. So ging das Spiel mit 0:0 aus.
„Vielleicht haben wir zu viel erwartet“, sagte Zeyrek. Immerhin hatte Wildeshausen den TSV Havelse hinter sich gelassen und drei Unentschieden bei höherklassigen Mannschaften errungen. Den Gesamtsieg sicherte sich der SV Meppen mit sechs Siegen.
Servet Zeyrek war mit dem Ablauf des Turniers zufrieden: „Organisatorisch hat alles gut geklappt. Die Spieler und Trainer hatten viel Spaß. “ Damit stimmte auch St. Pauli-Trainer Kemal Mimaroglu überein: „Ein toll organisiertes Turnier.“
