WILDESHAUSEN - Stadionatmosphäre auf dem Marktplatz in Wildeshausen: Mehr als 500 Werder-Fans bejubelten am Sonnabend vor Pfingsten den 1:0-Erfolg ihrer Mannschaft im DFB-Pokal-Endspiel gegen Bayer Leverkusen. Die Grün-Weißen hatten in der Bundesliga-Saison zwar oft Hängepartien geliefert. Daher zitterten die Werder-Fans bis zum Ende mit. Doch dann brandete tosender Beifall auf, viele Menschen lagen sich in den Armen. Werder-Lieder wurden angestimmt und Schals und Fahnen geschwenkt.

Anreise aus Ahlhorn

Auch Landrat Frank Eger hatte sich unter die Menge gemischt, schaute sich das Spiel bei der Live-Übertragung auf dem Marktplatz an. Eher überschaubar blieb es dagegen zu dieser Zeit im Gildefestzelt. Wo sich sonst schon um diese Zeit viele Gäste tummeln, blieb es nahezu leer.

Dies alles interessierte Rene Piesker, Alexander Breise, Samuel Heilmann und Patrick Helmers nicht. Die Werder-Fans waren aus Ahlhorn nach Wildeshausen gekommen. Mit Fahne und dem dazu gehörenden Outfit ließen sie keine Szene aus, fieberten mit und feierten schließlich den neuen DFB-Pokalsieger. Für sie war die Welt in Ordnung und das ihrer Meinung nach auch verdient. „Wir haben Leverkusen die ganze Zeit kontrolliert. Das Spiel konnte nur so ausgehen“, war sich Rene Piesker sicher. Werder bleibt eben Werder.

Erst nach dem Ende der Live-Übertragung ließ König Fußball die Wildeshauser wieder los. Dann kam das Gildefest in Schwung.

Königskompanie lädt ein

Zur siebten Oldiefete an der Sögestraße lud die Königskompanie der Gilde am Pfingstheiligabend ein. Auf dem Gelände des einstigen „Zisch“-Marktes in der Innenstadt wurde es nach dem DFB-Pokalendspiel zusehends voller. Bei einem lauen Lüftchen, ließ es sich dort gut feiern. Die „Tüt-Generation“ aus der Zeit von Gastronom Peter Stegemann hat hier seit 2003 einen beliebten Treff. Entsprechend angelegt war auch die Musik. Den Erlös der Veranstaltung stiftet die Königskompanie regelmäßig für einen guten Zweck.