WILDESHAUSEN - Maja aus Ahlhorn ist zum ersten Mal dabei: „Ich mache Blumen aus Servietten“, erzählt die Neunjährige. Sie sollen für die Aufführung „Orientalische Träume“ genutzt werden. Jana (12) aus Rhade bei Neerstedt ist mit ihrer Freundin Natalie (12) aus Wildeshausen gekommen. „Uns gefällt es gut hier“, sagen sie. Die Kinderferienwoche der Evangelischen Jugend Wildeshausen, geleitet von Diakon Johannes Kretzschmar-Strömer, ist erneut ein Riesenspaß.
Als Völkerkundler gehen in diesem Jahr 28 Kinder, betreut von zwölf Teamern, auf „Alex-Reisen“. Es ist die elfte Freizeit dieser Art. Und es gibt einiges zu entdecken: Da kämpfen Gladiatoren im Reich der Römer, im Land der aufgehenden Sonne und in der Steppe Afrikas werden Tänze geboten, und an den Pyramiden erwacht ein Pharao zum Leben. Am Dienstag und am Mittwoch basteln die Kinder dazu die passenden Kostüme und Requisiten. So werden für den Besuch in Fernost Lampenschirme mit japanische Schriftzeichen und bunten Farben versehen.
„Am besten war bis jetzt der Workshop ,Mumien und Pyramiden, weil wir viel gebastelt und gemalt haben“, sagt Pauline (9).
Eine weitere Station ist der „Eisige Norden“: Dort gibt es eine Eskimo-Olympiade mit Eisschollen-Schlittern, Harpunen-Schießen und Eiskristall-Werfen. Mit „Alex-Reisen“ gehen die Ethnologen auch auf den Spuren des Indianer-Häuptlings Winnetou. „Das finde ich am besten“, sagt die neunjährige Inka. „Wir haben einen großen Marterpfahl gebaut und Kostüme gebastelt. Ich bereue es nicht, mich hier angemeldet zu haben.“ Natürlich werden auch die entsprechenden Masken für den Indianertanz gebastelt.
Störtebecker überlebt
Einer der Höhepunkte bei der Aufführung am Freitag dürfte auch die neue Störtebecker-Version werden. Der namhafte Freibeuter befreit seine Mannschaft und überlebt letztlich die Schlacht, verrät Kretzschmar-Strömer. Er wird in diesem Jahr unterstützt von den Teamern Lina Britt und Timm Ole Bajorat, Annabelle Strömer, Johanna und Jana Lubasch, Katharina Ukena, Philipp Heinze, Jana Trautmann, Nina Albus, Felix Kallert und Franziska Heil. Gut die Hälfte der Kinder sei erstmals dabei. „Wir sind durch meine Schwester und ihre Freundin auf die Ferienwoche aufmerksam geworden“, verraten Jonas und Jost. Freya (11) erzählt: „Ich bin im Chor und von Ralf Grössler darauf aufmerksam gemacht worden.“ Mund-zu-Mund-Propaganda gehöre eben dazu, weiß Diakon Kretzschmar-Strömer, der hofft, auch im nächsten Jahr die Aktion durchführen zu können.
Präsentation am Freitag
An diesem Donnerstag fährt die Gruppe zum Klimahaus nach Bremerhaven. Zur Generalprobe trifft sich die Gruppe dann am Freitag, um 15 Uhr in der Alexanderkirche. Die neunjährige Finja sagt: „Mit macht das Malen sehr viel Spaß; deswegen ist das hier genau das Richtige für mich. Ich finde es schade, dass wir nur eine Woche hier verbringen; es sollte die ganzen Ferien lang gehen.“ Die Abschlusspräsentation von „Alex-Reisen“ ist am Freitag, 15. Juli, ab 18 Uhr in der Alexanderkirche zu sehen.
