WILDESHAUSEN - „Wir freuen uns auf deinen Vortrag und dass du uns einige Tipps geben möchtest“, sagt der Vorsitzende des Wassersportvereins Wildeshausen, Heinz Klein, eingangs zu Dieter Baller. Dieser berichtete im Bootshaus von seiner Fahrradtour von Wien bis an das Schwarze Meer im Jahr 2005. Rund 2350 Kilometer legten er und sein Freund Karl-Heinz Senger auf ihren Drahteseln damals zurück.

Die erste Etappe absolvierten die beiden Fahrradbegeisterten per Flugzeug. Sie flogen von Münster nach Wien, zum Startort der langen Radtour.

Für die Reise hatte Dieter Baller sein Gefährt ganz besonders präpariert. „Ein Ständer reicht nicht. Ich habe drei Ständer, damit das Gesamtgewicht an Gepäck von rund 25 Kilogramm hält“, erzählte der Wildeshauser. Ihre „Mammut-Tour“ führte Dieter Baller und Karl-Heinz Senger entlang der Donau durch die Slowakei, Ungarn, Serbien, Bulgarien und Rumänien.

Die erste Fahrradetappe führte donauabwärts. Mit einer Fähre setzten die beiden Freunde auf die slowakische Seite über. Auf dem Donaudeich näherten sich die Radler dem nächsten Zwischenziel: Ungarn. Auf einem Marktplatz lernten Dieter Baller und Karl-Heinz Senger viele Einheimische kennen. „Dort gibt es eine Gastfreundlichkeit, die man hier nicht mehr erlebt“, schwärmt Dieter Baller.

Einer etwas ungewöhnlichen Begegnung mussten sich die beiden Freunde aus Wildeshausen im Donaudelta stellen – mutig durchquerten sie eine Rinderherde mit zahlreichen Bullen.

Nach 2350 Kilometern und keiner einzigen Panne erreichten die beiden unternehmungslustigen Radler schließlich ihr Ziel: Constanza am Schwarzen Meer.