WILDESHAUSEN - Siegbert Schmidt blickte zufrieden über die Anlage des Reitvereins Leichttrab Wildeshausen am Fillerberg. „Es ist alles sehr gut gelaufen“, sagte der 1. Vorsitzende über das viertägige Dressur- und Springturnier, das dort an diesem Sonntag zu Ende ging. Die Zahl der Nennungen war sehr groß. „Wir sind wieder überrannt worden“, so Schmidt. Erstmals waren das viertägige Turnier sowie die Wettbewerbe der jungen Reiter, die am kommenden Wochenende ausgetragen werden, gemeinsam ausgeschrieben worden. Über 2500 Nennungen von 800 Reitern freute sich Turnierleiter Volker Borggräfe. Und auch die Reitsportfans nahmen die Veranstaltung an: Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Prüfungen. „Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden“, sagte Schmidt.
Bezahlt gemacht haben sich die vielen Arbeitsstunden, die die Vereinsmitglieder vor dem Turnier geleistet haben. Spring- und Dressurplatz präsentierten sich in optimalem Zustand. „Gut ist, dass wir den Abreiteplatz für die Dressurreiter vergrößert haben“, sagte Schmidt. Und auch an den vier Turniertagen leisteten die Helfer des Vereins ganze Arbeit. „Der Anteil der Jugendlichen und Kinder ist sehr groß“, lobte Borggräfe. „Das ist klasse.“
Die Reiter bedankten sich für die Mühen mit tollen Leistungen. Höhepunkt im Dressurviereck war am Sonntag die Prüfung der Klasse S. Dort sorgte Claudia Schröder für den größten Erfolg des gastgebenden Vereins. Auf Lanzelott bot sie eine glänzende Vorstellung. Mit 815 Punkten belegten die beiden den zweiten Platz. Besser waren nur Bernhard Fischer und Connection vom RFV Lastrup (832.00).
Die letzte Siegerschleife des Turniers ging an Christian Temme vom RV Oldenburger Münsterland. Er setzte sich im Stechen des S-Springens durch. Er war der Erste der elf Teilnehmer, dem ein fehlerloser Ritt gelang. Seine Zeit von 37,05 Sekunden unterbot keiner. Ganz nah dran war die Jüngste. Die 15-jährige Laura Klaphake (RV Oldenburger Münsterland) legte auf dem 15 Jahre alten Qualdandro einen furiosen Ritt hin. Die Zeit von 36,54 Sekunden war lange die zweitbeste. Imke Harms von der TG Poggenhagen auf Symayo (0.00/37,15) verdrängte Klaphake dann aber doch noch.
Bereits am Sonnabendabend war ein S-Springen ausgetragen worden. Auch dieses gewann Temme mit einem fehlerfreien Ritt auf Paldatus in 60,90 Sekunden. Ebenfalls ohne Fehler bewältigte Iver Börnsen vom RV Ahlhorn auf Colleen in 66,50 Sekunden den Parcours. Er wurde Vierter. Als Achter platzierte sich Sören Pedersen auf Chesmo (RFV Holzhausen).
Erfolge feierten Reiter aus dem Landkreis in Dressurprüfungen. Cynthia Garmhausen (RC Hude) gewann auf Rabauke einen Wettkampf der Klasse M (bis 600 Ranglistenpunkte). Anna-Katharina Piene vom RV Ganderkesee siegte mit Willi Blue in einer M-Prüfung (bis 300 Ranglistenpunkte). Rang drei belegte ihre Vereinskameradin Monika Warrelmann auf Don Benito.
