WILDESHAUSEN - „Unglücklicher hätte das erste Pflichtspiel gar nicht ablaufen können“, meinte Manfred Klatte, Trainer der Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen, nach der 1:4-Pleite im Bezirkspokal gegen Nordenham. Nicht nur die Niederlage „wurmte“ den Coach, sondern vielmehr die Tatsache, dass nun in Daniel Pasker ein weiterer wichtiger Spieler verletzt ausfällt. Dennoch blickt Klatte nach dem souverän erreichten Aufstieg in der vergangenen Saison optimistisch in die neue Spielzeit.

„Wenn wir die richtigen Lehren aus dieser Niederlage ziehen, ist unser Saisonziel, Platz fünf bis zehn, sicher realistisch. Auch wenn die Leistungsdichte in diesem Jahr sehr hoch ist“, meint Klatte und fügt an: „Einen Überflieger wie die Söldnertruppe aus Jeddeloh in der vergangenen Saison wird es diesmal nicht geben. Diesmal können einige Teams oben mitspielen.“ Auf der Rechnung hat er neben Frisia Wilhelmshaven auch die Landkreis-Rivalen aus Stenum und Ahlhorn.

„Für uns wird es wichtig sein, jedes Spiel und jeden Gegner ernst zu nehmen“, fordert Klatte, der sich ein wenig über das Startprogramm seines Teams ärgert. Aufgrund der Faustball-WM stehen für die Wildeshauser gleich zwei Auswärtsspiele an. Zum Auftakt kommt es an diesem Sonnabend zum schnellen Wiedersehen mit Nordenham. Danach tritt der VfL bei Frisia Wilhelmshaven an und erwartet am 26. August im ersten Heimspiel den FC Heidmühle. „Mit drei Niederlagen dürfen wir nicht starten – dann könnte das schnell eine gewisse Eigendynamik bekommen“, weiß auch Klatte.

In Sascha Liske hat der VfL unter anderem einen erfahrenen neuen Libero verpflichtet. Der zudem als Co-Trainer fungierende ehemalige Stenumer fällt allerdings zum Auftakt urlaubsbedingt aus. „In der Abwehr gibt es noch ein paar Fragezeichen“, so Klatte. Er setzt einerseits weiter auf ein 3-4-1-2, hat sich andererseits aber in der Torwartfrage noch nicht gänzlich entschieden. Aufstiegskeeper Nicolai Koch kommt erst im November aus Afghanistan zurück, so dass sich Thorsten Altscher und Denny Gerken um den Platz im Tor streiten.

„Insgesamt stimmt die Mischung aus Routiniers und Talenten“, zeigt sich Klatte jedoch zuversichtlich. So hat sich Jonas Gralla, der aus der eigenen A-Jugend in den Kader kam, in der Vorbereitung nachhaltig empfohlen Nach der Bänderverletzung von Pasker wurde Gralla auch gegen Nordenham eingewechselt und sorgte für Schwung im Mittelfeld. „Er hat sich in den Vordergrund gespielt und gute Chancen auf einen Stammplatz“, sagt Klatte.