Wildeshausen - Sven Elders (45) steht in der Sporthalle der Wildeshauser Realschule und hält ein Stück der neuen Wandverkleidung in den Händen. Hinter dem blauen Teppichbelag ist ein zwei Zentimeter dicker Schaumstoff zu erkennen. Der soll einen Aufprall besser abfedern. In der Vergangenheit – die Sporthalle wurde 1979 in Betrieb genommen – war nur ein Teppichbelag an den Wänden.

Elders kennt die Sporthalle aus dem Effeff. Seit zehn Jahren ist er Hausmeister an der Realschule und hat somit in den vergangenen Jahren alle Sanierungsabschnitte begleitet. Zuletzt hatte die Stadt vor zwei Jahren 420 000 Euro investiert. Unter anderem wurde die Hallendecke saniert und modernisiert. So wurden Heizstrahler unter die Decke montiert. Vorher waren sie in einer Mauernische unter der Fensterfront. Auch wurde die Beleuchtung auf sparsame LEDs umgestellt.

Mit dem jetzigen fünften und letzten Bauabschnitt wird der Prallschutz an den Wänden verbessert. Neben neuen Wandbelägen bauten Handwerker auch neue Tore und Türen zu den Geräteräumen und Umkleidekabinen ein. „Die Holzverkleidungen sind federnd gelagert“, erklärt Architekt Karl-Wilhelm Jacobi. 100 000 Euro investiert die Stadt dieses Mal in die 20 mal 40 Meter große Zweifeldhalle.

„Nun ist die Sporthalle fast komplett saniert“, sagt Jacobi: Dach, Fenster, Fassade, Sanitäranlagen, Umkleideräume, Heizung, Beleuchtung und Hallendecke. „Es fehlt nur noch der Hallenboden.“ Doch der schwingend gelagerte PVC-Boden sei trotz seiner 38 Jahre noch so gut in Schuss, dass es derzeit keine Notwendigkeit gebe, ihn zu erneuern.

Dabei wird die Sporthalle viel von Schulen und Vereinen genutzt, weiß Elders – nämlich täglich von 8 bis 22 Uhr.

Nun beginnen die Aufräumarbeiten, damit die Halle in einer Woche zum Schuljahresbeginn wieder genutzt werden kann. Die Sportgeräte, die mitten in der Halle stehen, müssen wieder in die Geräteräume gebracht werden. Die Holzplatten, mit denen der Hallenboden geschützt wurde, müssen wieder herausgenommen werden. Abschließend wird die Sporthalle gereinigt.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg