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SPORT Orkan ebnet Golfern den Weg

STEFAN IDEL

WILDESHAUSEN - Ausgerechnet einer der schlimmsten Orkane des 20. Jahrhunderts gilt als Wegbereiter für den Golfsport in Wildeshausen. Als das Tief „Quimburga“ am 13. November 1972 in Mitteleuropa eine Spur der Verwüstung hinterließ, beschloss der Landwirt Dr. Georg Meyer-Spasche einen Teil seiner Waldfläche nicht wieder aufzuforsten. Er hatte die Idee, einen 9-Loch-Golfplatz zu bauen. Mit dem ersten Abschlag am 1. April 1978 begann der Spielbetrieb des Clubs. Mit einem offenen Turnier, am Sonnabend, 24. Mai, ab 11 Uhr, sowie einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 25. Mai, von 12 bis 17 Uhr, feiert der heutige Golfclub Wildeshauser Geest in der Wiekau das 30-jährige Bestehen.

Der Club verlieh der Sportart in der Region einen großen Schub. „In der näheren Umgebung gab es keinen Golfplatz“, berichtet Gerd Berding, seit April 2007 Präsident des Vereins. 1981 hatte der Club bereits 188 Mitglieder, allerdings nur zehn aus Wildeshausen (siehe Kasten). Später habe es dann immer mehr Golfer zu den neuen 18-Loch-Anlagen in der Region gezogen. Berding: „Ein großer Mitgliederschwund stellte 1997/98 die Existenz des Clubs infrage.“ Durch ein Grundkapital, das 16 Mitglieder zusammentrugen, sei es dann möglich gewesen, für 2,5 Mio. DM das Gelände zu kaufen und das Überleben des Clubs zu sichern.

Als erste Clubmeisterin trug sich Renate Fuchs 1980 in die Vereinsannalen ein. Bei den Männern war es im gleichen Jahr Hideo Hayashi. Fuchs sicherte sich bei den Damen 26-mal den Titel, so auch im Jahr 2007. Zur Erinnerung an den Start im Jahr 1978 wird die erfolgreiche Golferin mit einem „goldenen Abschlag“ am Sonntag, 25. Mai, den Tag der offenen Tür eröffnen. Als Ehrengäste werden Landrat Frank Eger und Bürgermeister Dr. Kian Shahidi erwartet.

Berding kündigte ein großes Familienprogramm an. Eine Gondel am Hüffermann-Kran werde einen Panorama-Blick aus 60 Metern Höhe erlauben. Es gibt Schnupper-Golfen und Putting-Wettbewerbe mit interessanten Preisen. Für Kinder stehen unter anderem Hüpfburg, Glücksrad, Golf-Cart und Schmink-Station bereit. Außerdem ist im Clubhaus eine Ausstellung „30 Jahre Golf in Wildeshausen“ geplant. Die Gastronomie werde viele Speisen und Getränke bereit halten, sagte Berding. Die Besucher des Geländes haben zudem Gelegenheit an einer Tombola teilzunehmen: Der 1. Preis: ein Jahr freie Mitgliedschaft im Club.

16 Mitglider ermöglichen 1998 Kauf des Golfplatzes

1975 –

Baubeginn des 9-Loch-Golfplatzes auf dem Gelände des Landwirten Dr. Georg Meyer-Spasche

1. April 1978 –

Mit dem ersten Abschlag beginnt der Spielbetrieb des damaligen Golfclubs Wildeshausen. Der Club hatte damals 39 Gründungsmitglieder.

28. Juli 1978 –

Eintrag ins Vereinsregister

1981 –

Der Club hat bereits 188 Mitglieder, davon kommen aber nur zehn aus Wildeshausen. „Der nächste Golfplatz war in Bremen“, sagt der heutige Clubpräsident Gerd Berding. „Viele Mitglieder kamen damals aus Vechta, Delmenhorst, Lohne Dinklage oder Quakenbrück. Vereinspräsidentin war Anfang der 80er-Jahre die Ärztin Dr. Gisela Schultes (Delmenhorst).

1998 –

Auf Initiative von 16 Mitgliedern, die einen „Finanzsockel“ von rund 800 000 DM zusammentragen, kann das 35 Hektar große Gelände zum Preis von 2,5 Mio. DM erworben werden. Der Golfclub mit dem heutigen Namen „Golfclub Wildeshauser Geest e.V.“ wird gegründet. Er hat damals etwa 170 Mitglieder.

2008 -

Der Club feiert mit einem „Offenen Turnier“ sowie mit einem Tag der offenen Tür sein 30-jähriges Bestehen. Die Mitgliederzahl liegt bei aktuell 420 – bei steigender Tendenz. Allein 2007 kamen 52 Golfer neu dazu.

16 Mitglider ermöglichen 1998 Kauf des Golfplatzes

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