WILDESHAUSEN - Die Sprachförderung in den Wildeshauser Kindergärten soll ausgebaut werden. Einstimmig nahm der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss den Bericht der Verwaltung zum Integrationsprojekt „Spielwiese Deutsch: Miteinander reden – miteinander leben“ zu Kenntnis. Kleinkinder von Zuwanderern sollen in den Kindergärten Johanneum, „Schatzinsel“, „Sternschnuppe“ und „Pusteblume“ besonders gefördert werden.
Inzwischen hätten 34 Prozent der unter Fünfjährigen einen Migrationshintergrund, berichtete Annette Schultz. Allein 13 Dreijährige kommen aus dem Irak. Das Sprachförderprojekt mit Kosten von 21 000 Euro wird mit 19 500 Euro von der Lotto-Sport-Stiftung bezuschusst (dieNWZ
berichtete). In Kürze soll eine Fachkraft für 20 Stunden pro Woche eingestellt werden.„Ich freue mich, dass wir so ein wichtiges Projekt in Wildeshausen haben“, sagte Ausschussvorsitzender Lars Kosten (FDP). Er bezweifelte allerdings, dass 20 Förderstunden ausreichten. Karin von Elbwart (CDU) meinte, die Fachkraft müsse nicht unbedingt von außen kommen. Sie riet, mit den Kindergärten eine gemeinsame Lösung zu finden. „Sie wissen selbst am besten, was notwendig ist.“
Einstimmig nahm der Ausschuss auch die Kindertagesstättenbedarfsplanung zur Kenntnis. Im Betreuungsjahr 2010/11 gab es 683 Plätze in Kindergärten oder -spielkreisen, davon 504 am Vormittag. „Wir sind im Vergleich zu anderen Gemeinden gut aufgestellt“, sagte Fachbereichsleiterin Rita Manietta. „Wir müssen keine Gruppen schließen.“ Um weitere Krippenplätze einrichten zu können, werde die Stadt einen Förderantrag beim Kreis stellen. Es sei aber derzeit unklar, wieviel Geld letztlich zur Verfügung stehe. „Wir sollten uns in jedem Fall in die Warteschlange eingliedern“, meinte Kosten.
