WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/FJ - Zwischen den Rotary Clubs aus Wildeshausen und dem niederländischen Franeker geht es familiär zu. Vor drei Jahren haben die beiden Clubs eine partnerschaftliche Beziehung aufgebaut, die seitdem einmal jährlich offiziell und zu verschiedenen Anlässen auch inoffiziell gepflegt wird.

Am Sonnabend stand das offizielle Treffen auf dem Programm. Nachdem das Wiedersehen im vergangenen Jahr in den Niederlanden gefeiert wurde, reiste am Sonnabend eine 32-köpfige Delegation an die Hunte; an der Spitze mit Präsident Bert Driessen und Theo Koelma, zuständig für den internationalen Dienst. Begrüßt wurde die Gruppe vom Präsidenten des Rotary Clubs Wildeshausen, Reinhard Gehring, von Walter Stritzke, der beim Club aus der Kreisstadt für den internationalen Dienst verantwortlich ist, und von Clubmeister Frank Eger, der die Ausrichtung und Organisation des Partnerschaftstreffens übernommen hatte.

Während eine Gruppe auf Boßeltour ging und das Pestruper Gräberfeld besichtigte, machte eine zweite Gruppe eine Stadtführung. Am Sonntag legten einige der Gäste den Wildeshauser Meisterbrief ab. Bei den Treffen legen die Rotarier stets Wert darauf, das touristische Programm nicht zu überladen, um mehr Zeit und Raum für persönliche Gespräche und Kontaktpflege zu haben. Dadurch seien inzwischen auch viele Freundschaften entstanden. Am Sonnabend fand ein geselliger Abend im Saal der Gaststätte Wolters mit gemeinsamem Singen und verschiedenen Überraschungen statt. So traten der Wildeshauser Spielmannszug und die Profisorischen auf.

Gesprächsstoff lieferte ein Projekt, das der Rotary Club Franeker in diesem Jahr anpackt: In Honduras sollen zwei Dörfer durch eine Brücke verbunden werden. Die Kosten der Maßnahmen belaufen sich auf rund 20 000 Euro. Einen ähnlichen Betrag wendeten die Wildeshauser Rotarier für die Behandlung der beiden jemenitischen Kinder Shamsan und Awatef auf. Shamsans Situation sei weiter ernst, berichtete Gehring. Zur zukünftigen Arbeit kündigte Lutz Riedel vom Rotary Club Wildeshausen an, dass internationale Projekte gemeinschaftlich angegangen werden sollen.