WILDESHAUSEN - Das gemeinsame Fuß-ballerlebnis zog die Menschen ins Festzelt auf den Gildeplatz. Die weiteren WM-Spiele werden auf dem Marktplatz übertragen.

Von Daniela Dinstbier

WILDESHAUSEN - „Diesem besonderen Ereignis muss man einen besonderen Rahmen geben.“ Deshalb hatten Thomas Zingler und Sascha Ohmstede beschlossen, das Eröffnungsspiel der Fußball-WM im Gildefestzelt zu gucken. Mit Fahnen, Hüten und Trikots ausgerüstet nutzten gestern Abend nach Polizeiangaben rund 1000 Wildeshauser die Möglichkeit des gemeinsamen, friedlichen Erlebnisses.

Vor allen Familien und Jugendliche hatten sich auf den Weg zum Gildeplatz gemacht. Auf zwei großen Leinwänden, die von jedem Winkel des Zeltes gut zu sehen waren, konnten sie den 4:2-Erfolg der deutschen Elf gegen Costa Rica bejubeln. Bereits beim Abspielen der deutschen Nationalhymne sangen viele im Stehen mit. Als dann bereits in der 4. Spielminute ein Schuss des Bremers Torsten Frings das Tor nur knapp verfehlte, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Bänken. Knapp zwei Minuten später lohnte sich der Jubel: Philipp Lahm schoss das erste Tor der WM und brachte Deutschland in Führung. Im Zelt wog ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer.

Jede weitere Torchance der deutschen Mannschaft begleiteten die Fans mit wohlwollenden „Aahs“ und „Oohs“. Fouls gegen deutsche Spieler wurde mit Buh-Rufen und Pfiffen quittiert. Den zweifachen Torschützen Miroslav Klose verabschiedeten die Wildeshauser bei seiner Auswechslung in der zweiten Halbzeit mit anerkennendem Applaus. Zu Deutschland-Rufen und rhythmischem Klatschen ließen sich die Fans kurz vor Abpfiff des Spiels hinreisen. Als Frings mit einem Traumtor das 4:2 gegen Costa Rica perfekt machte, war kein Halten mehr. Beim Schlusspfiff lagen sich viele in den Armen oder klatschten kräftig. Es folgte ein Hup-Korso durch die Innenstadt.

Sascha Ohmstede gefiel natürlich das Ergebnis, auch wenn er sich ein wenig mehr Stimmung im Zelt gewünscht hätte. Zufrieden über den Verlauf zeigte sich Veranstalter Ömer Basak: „Es war ein Fest für die ganze Familie. Von 6 bis 60 waren alle Generationen vertreten.“ Von heute an überträgt der Gastronom die Spiele auf dem Marktplatz. Die WM ist da.