WILDESHAUSEN - An dem gebrauchten Boot muss noch einiges ausgebessert werden. Dann kann es seinen Dienst auf der Hunte aufnehmen.

von Katrin Bendel

WILDESHAUSEN - Gründungsmitglied Hans Paul Haferkamp wurde gestern die Ehre zuteil, das neue Ruderboot des Wassersportvereins Wildeshausen zu taufen – mit Huntewasser, wie es bei dem Verein üblich ist.

Auf den Doppel-Zweier ohne Steuermann war der Verein im Internet aufmerksam geworden, wo der Stralsunder Ruderclub aus Mecklenburg-Vorpommern das etwa 20 Jahre alte Boot zum Verkauf angeboten hatte. „Für Trainingszwecke können wir das Boot gut gebrauchen“, sagt Bootswart Hartmut Lindner. Der Zweier sei gut in Schuss, auch wenn es „einiges daran zu tun“ gebe. Die Abdeckung hinten müsse erneuert werden – vorne hat der Bootswart bereits Hand angelegt –, die Rollschienen der Sitze laufen nicht ganz rund, und einige Lackschäden gelte es ebenfalls auszubessern.

Dafür hat das Boot, das auch für 90 bis 100 Kilogramm schwere Ruderer geeignet ist, nur noch 450 Euro gekostet. Zum Vergleich: Ein neuer Renn-Zweier kostet 8000 bis 10 000 Euro. Vereinsmitglied Hans Dirk Oetken hat das Boot gekauft und dem Verein gestiftet. Deshalb taufte Hans Paul Haferkamp es auch auf den Namen des sichtlich erfreuten Spenders: „H D Oe“. In Stralsund hatte es den Namen „Seeschwalbe“ getragen. Von dort hat der 1. Vorsitzende der Wildeshauser Wassersportler, Heinz Klein, das Boot persönlich abgeholt.

„H D Oe“ (elf Meter lang, 28 Kilogramm schwer) wird dem Verein nun als Trainingsboot dienen, bei Regatten und beim Rundkurs über Peene und Recknitz in Mecklenburg-Vorpommern im Juli wird es dagegen nicht zum Einsatz kommen.

Vor der Taufe und dem anschließenden gemeinsamen Grillen hatten die Fachwarte Hartmut Lindner (Rudern) und Bernward Brauner (Kanu) 20 Ruderer und sieben Kanuten geehrt (siehe Infobox), die im vergangenen Jahr die Bedingungen für das Fahrtenabzeichen erfüllt hatten. Je nach Alter muss dabei eine bestimmte Kilometerleistung erzielt werden. Wer das Fahrtenabzeichen zum fünften Mal schafft, erhält erstmals das Abzeichen in Gold, beim zehnten Mal das zweite „Gold“ usw. Bereits zum 37. Mal hat im vergangenen Jahr Hans Paul Haferkamp das Fahrtenabzeichen erworben – und die 40 hat er fest im Visier.