WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/USU - Ihren Urlaub richtet die Wildeshauser Familie Wobbe nach den sportlichen Ambitionen ihrer Söhne aus. Jan-Frederic (elf Jahre) und Matthias (14) sind nämlich begeisterte Trial-Fahrer und haben schon manchen Pokal beim geschickten Umgang mit dem Fahrrad auf den schwierigen Parcours gewonnen. Diesmal fanden die Weltjugendspiele (die inoffzielle Weltmeisterschaft) erstmals in Deutschland statt, so dass die Wobbes zum Urlaub im „Bikepark“ in Bischofsmais/Bayern Quartier bezogen. Jan-Fredric Wobbe, im vergangenen Jahr Zweiter bei den Wettkämpfen in Frankreich, wurde diesmal Elfter (von 26 Teilnehmern), sein 14-jähriger Bruder Matthias Neunter (von 19 Teilnehmern).
„Gute Vorbereitung ist der halbe Wettkampf“, meint Vater Wolfgang Wobbe. Folglich ging es schon eine Woche vorher per Wohnwagen in den Süden. War das Wetter zunächst noch „akzeptabel“, wurde es zum Wettkampftag hin immer schlechter. Bei Regen machte sich der elfjährige Jan-Frederic Wobbe als letzter um 9.15 Uhr auf den Parcours. „Drei Runden mit jeweils sechs Sektionen waren zu bewältigen“, so Vater Wolfgang. Drei hiervon waren im Tal auf 750 Metern Höhe, drei weitere auf dem Berg (1050 Meter). Für die Aufgaben ganz oben war zuvor eine zehnminütige Seilbahnfahrt notwendig. Der Wildeshauser Schüler hatte Pech und stürzte gleich in der ersten Sektion und erlitt eine leichte Verletzung am Fuß. „Zeit, um sich hiervon zu erholen gab es jedoch nicht, da die Gesamtfahrzeit mit 4,5 Stunden mehr als knapp bemessen war“, so Wolfgang Wobbe. Psychisch wie physisch angeknackst, unterliefen noch weitere Fehler. Mit 24 von 30 möglichen Strafpunkten war rasch jegliche Chance auf eine
Platzierung im ersten Drittel geplatzt. Da Jan-Frederic zu den Jüngsten gehörte, setzten die Wobbes danach mehr auf den Spaßfaktor. Ohne Druck lief es besser und er kam auf Rang elf.
Matthias Wobbe startete erst am Nachmittag und gab von der ersten bis zur letzten Sektion alles. Manchmal ging es zwar etwas schief, aber er erreichte Platz neun. „Mit dem gezeigten Willen, alles zu geben und sich bis zum letzten zu verausgaben, kann er nur Anerkennung finden“, freute sich der Vater über den gezeigten Einsatz. „Er hat wirklich super Aktionen gezeigt und ist dafür noch mit einer Null in der letzten Sektion (Baumstämme) belohnt worden.“ Dabei wollte Matthias Wobbe sie gar nicht mehr fahren, da er Angst hatte, dass seine Kraft nicht mehr reiche und ihm bei einem Sprung aus rund 1,5 Metern Höhe der Lenker entgleiten würde. Umso größer war die Freude über die fehlerfreie Bewältigung der Sektion.
