Wildeshausen - Den Heimauftakt in der Bezirksoberliga hatten sich die Basketballer des SC Wildeshausen sicher anders vorgestellt: Beim 46:78 (16:40) kam das Team von Trainer Edward Brouwer gegen Blau-Weiß Merzen arg unter die Räder. Besonders die schwache Wurfausbeute brach den Wildeshausern schon früh in der Partie das Genick. „Unsere Wurfquote war gefühlt unter zehn Prozent. Vor heimischem Publikum hatten wir uns mehr erhofft“, ärgerte sich Brouwer über die vierte Saisonniederlage.
Bezeichnend für die schwache Offensive der Wildeshauser war ein Blick auf die Anzeigetafel nach dem ersten Viertel. 6:22 stand dort in roten Lettern geschrieben. Denn während die Gäste fast nach Belieben trafen, benötigten die Gastgeber knapp fünf Minuten, um zum ersten Punkterfolg (2:14) zu kommen. Spätestens nach dem 16:40 zur Pause war die Partie bereits entschieden. Wildeshausen spielte die Systeme zu kompliziert aus, selbst einfache Korbleger gelangen nicht.
In der zweiten Hälfte steigerte sich der SC zwar, aber die Wurfausbeute blieb laut Brouwer „immer noch mies.“ Über 33:59 (drittes Viertel) ging die Partie in die Endphase. Dort zeigten die Wildeshauser dann endlich, was sie spielen können. Angetrieben vom starken Andre Pavel, der Übersicht und gutes Scoring bewies, verkürzten die Wildeshauser den Rückstand auf unter 20 Punkte. Als dann Pavel jedoch mit seinem fünften Foul ausschied, verfielen die Hausherren wieder in ihr altes Muster, so dass Merzen den 46:78-Endstand herstellen konnte. Brouwers Resümee: „Das war leider nix. Ich bin enttäuscht, weil ich geglaubt hatte, dass wir das Spiel spannend gestalten könnten. Das war jedoch ab der ersten Minute nicht der Fall.“
Für den SC Wildeshausen spielten: B. Finke (12 Punkte), G. Finke, Grote (14), Haake, Hoffmann, Löwensen (7), A. Pavel (5), M. Pavel (4), P. Pavel (4), Weber, Wendel.
