Gristede/Mansholt - Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wurden im Jagdjahr 2009/2010 im Ammerland noch 288 Wildschweine geschossen, so waren es ein Jahr später nur noch 146. Gut die Hälfte dieser 288 Wildschweine wurden damals im Gebiet des Hegeringes Wiefelstede zur Strecke gebracht, weiß Hegeringsleiter Michael Wilkens. Erstmals war damals versucht worden, die Bestände mit einer revierübergreifenden Jagd kurz zu halten: im Bereich Gristede und Mansholt (die NWZ berichtete) und mit offensichtlichem Erfolg. Am Sonnabend, 17. November, wird nun die mittlerweile sechste Jagd dieser Art stattfinden.
Die Drückjagd, bei der in den Revieren Eigenjagd Büsing in Mansholt, dem Staatsforst Mansholter Büsche, sowie den Jagden Gristede und Dingsfelde etwa 60 Jäger vor allem aus der Gemeinde Wiefelstede aktiv sein werden, macht in der Zeit von 9 bis 12.30 Uhr erneut eine Reduzierung der Geschwindigkeit im Bereich der Waldgebiete an der Gristeder und an der Mansholter Straße notwendig, sagt Michael Wilkens, der die Jagd organisiert: „Da neben einigen Treibern auch Stöberhunde eingesetzt werden, müssen Autofahrer damit rechnen, dass die Hunde das Wild auch über die Straße treiben.“ Die Jägerschaft wird deshalb in Absprache mit dem Landkreis wieder Tempo-30-Schilder an Waldbeginn und -ende an beiden Straßen aufstellen und bittet um Beachtung.
Wilkens bezeichnete im Gespräch mit der NWZ die revierübergreifende Jagd im Bereich des Hegerings Wiefelstede vor allem auf Schwarzwild, aber auch auf Dam- und Rehwild, als Erfolg: „Die derzeitigen Bestände bereiten uns keine Sorgen, aber wir müssen auch dran bleiben“. Bei der ersten Jagd dieser Art im Dezember 2009 und Januar 2010 waren insgesamt 59 Wildschweine erlegt worden. Gerade beim zweiten Termin im Januar war klar: Eine solche „Strecke“ war im Bereich des Hegeringes noch nie „verblasen“ worden.
