Wildeshausen - Wilhelm Winkeler konnte es kaum fassen, doch in der Siegerrunde der höchsten Springprüfung der Klasse S* beim Reitturnier des RV Leichttrab Wildeshausen auf dem Fillerberg blieb der für den RV Löningen-Boen-Bunnen startende Springreiter mit seiner Holsteiner Stute Skara ohne Fehler und in Bestzeit von 38,41 Sekunden. Damit war ihm der Sieg am Sonntagabend sicher.

Auch das Wetter hatte ein Einsehen. Anstatt Hagel- und Regenschauer lachte die Sonne zur Siegerehrung vom Himmel. Auf Platz zwei kam Marec Dänekas. Er war aus Leer angereist und hatte die Oldenburger Stute Papagena gesattelt. Auch er blieb ohne Fehler. Lange Zeit führte der Leeraner mit einer Zeit von 40,55 Sekunden in dem Starterfeld von neun Reitern, die sich für das Stechen qualifiziert hatten. Auf Rang drei kam Greta Funke-Lightart von der RG Dangast mit der Oldenburger Stute Tinkerbell (0/43,13). Mit ihrem zweiten Pferd konnte sie außerdem Sechste werden.

Beste Teilnehmerin aus Sicht des Oldenburger Kreisverbandes war Saskia Kobe. Sie startete für den RC Leichttrab Huntlosen auf Mas que Nada, leistete sich aber einen Abwurf und damit vier Fehlerpunkte. So blieb für sie in der Endabrechnung der fünfte Platz. Ihre Zeit konnte sich dagegen sehen lassen: Mit 40,70 Sekunden hätte Kobe ohne den Abwurf Dritter werden können.

Von der Turniergemeinschaft Wohlde war Thomas Kolborg-Johansen unterwegs. Er kam mit Tailormade Ussuri (4/40,81) auf den siebten Platz und belegte Platz zehn mit dem Zweitpferd Tailormade L‘Aveu. Nicolas Pedersen 13/48,43), ebenfalls für Wohlde startend, fand sich mit der Hannoveraner Stute Tailormade Stina auf dem neunten Rang wieder.

Der international turniererfahrene Springprofi aus Sage, Rolf Moormann, platzierte sich mit Samba de Janeiro auf dem zehnten Platz. Ein Zeitfehler hatte ihm den Einzug in die Siegerrunde verwehrt. Mit Clintina schaffte er den Sprung auf den 17. Rang.

Doppel-Vielseitigkeitsweltmeisterin Sandra Auffarth aus Bergedorf kam auf den 15. Platz. Der Ahlhorner Iver Börnsen auf Platz 18., um nur einen Blick auf die ersten 20 von insgesamt 35 Startern zu werfen.

Siegbert Schmidt, Vorsitzender des gastgebenden RV Leichttrab Wildeshausen, zog nach der abschließenden Springprüfung ein erstes positives Fazit. „Es war ein ruhiges Turnier für uns. Darauf kann man aufbauen“, meinte Schmidt. Damit blickte er schon einmal vage in das kommende Jahr. Ein Springturnier können sich die Wildeshauser gut vorstellen. Wohl aber nicht in Verbindung mit Dressurprüfungen, denn dann müssten weitaus mehr Helfer auf die Beine gebracht werden.