Wilhelmshaven - Vor ca. 425 endete dieses Spitzenspiel mit einer Punkteteilung. Zur Pause stand es 0:0, langweilig war es jedoch keineswegs. Beide Mannschaften lieferten sich ein schnelles Spiel, beide Mannschaften wollten die Führung, doch echte Torchancen gab es im ersten Durchgang nicht.
Zwei Fernschüsse stellten für die jeweiligen Torhüter keine Probleme dar. Hier eine Möglichkeit, dort eine Möglichkeit, zur Pause stand es somit 0:0, die Zuschauer sahen aber ein gutklassiges Spitzenspiel.
In der 57.Minute erzielte Alexander Koscheck die Gästeführung und setzte den SVW somit richtig unter Druck. Mit einem Sieg würde Heidmühle nicht nur weiter Verlustpunktfrei bleiben, sondern den Vorsprung auf Platz zwei auf sechs Punkte ausbauen, bei einer deutlich besseren Tordifferenz von 19 Toren.
In der 69.Minute sorgte Joshua Titz für die 2:0-Gästeführung und dieser Treffer brachte die Vorentscheidung, dachten alle. Heidmühle hatte drei gute Chancen, der SV Wilhelmshaven konnte einen Lattentreffer entgegenbringen, die Heidmühler Führung war somit verdient, Wilhelmshaven aber noch nicht geschlagen.
Saiem Suleiman gelang in der 79.Minute der Anschlusstreffer und es wurde wieder spannend. Der Gastgeber drückte dann auf den Ausgleich, der in der ersten Minute der Nachspielzeit durch Nico Rychlik auch tatsächlich noch fallen sollte. In der einer anschließenden hektischen Schlussphase fielen dann aber keine Tore mehr, wenngleich David Susac kurz vor Spielende noch die Riesenchance zum 3:2 für den SVW vergab, frei vor dem Gästekeeper.
„Es ist schwer, nach so einem Spiel ein Fazit zu finden“, sagt HFC-Coach Daniel Oleksyn. „Wir waren 75 Minute die bessere Mannschaft, hatten Spiel und Gegner im Griff und müssen 4:0 führen, haben die Chancen aber nicht genutzt. Es war ein superhitziges Derby mit einigen fragwürdigen Entscheidungen, die so ein Derby natürlich noch anfachen. Letztlich lassen wir zwei Punkte liegen und haben uns um zwei Punkte gebracht. Leider haben wir verpasst den Sack zuzumachen, spielerisch war das ein starker Auftritt von uns, aber das nützt am Ende nichts. So fahren wir nur mit einem anstatt mit drei Punkten nach Hause“.
Lars Klümper (Trainer SVW): „Das 3:2 wäre natürlich des Guten zu viel, aber am Ende können wir mit dem Punkt, nach dem Spielverlauf auch gut leben. Heidmühle hatte schon mehr vom Spiel, aber unsere Jungs haben auch nach dem 0:2 immer an sich geglaubt und bis zum Schluss alles gegeben, um nicht zu verlieren. Das war schön zu sehen und zeigt die starke Moral in der Mannschaft. Heidmühle war der erwartet starke Gegner“.
