Wilhelmshaven - Was für ein Krimi an der Freiligrathstraße: Im Winterfinale der Tennis-Regionalliga standen die Herren 40 der Jade-Tennis-Gesellschaft (JTG) ganz dicht vor der großen Überraschung. Am Ende aber gewann man das Topduell um den Titel gegen den bis dato noch unbesiegten TC Alsterquelle „nur“ mit 4:2 Punkten und musste sich mit der Norddeutschen Vizemeisterschaft zufriedengeben.
Im Einzel auf Kurs
„So kurz nach dem Spiel sitzt der Frust natürlich tief“, sagte der verletzte Christian Bathelt nach dem knapp verpassten Titelcoup. „Die Jungs haben wie verrückt gekämpft und wirklich alles gegeben. Dass es am Ende nicht gereicht hat, ist sehr ärgerlich. Aber wir haben uns nichts vorzuwerfen.“
Schon vor dem ersten Aufschlag war klar, dass den Jadestädtern den Spitzenreiter aus Henstedt-Ulzburg nur mit einem klaren Sieg von Platz eins verdrängen können. Ein 6:0 hätte die Meisterschaft bedeutet, oder ein 5:1 mit möglichst wenig Satzverlusten, da der direkte Vergleich bei Punktgleichheit mittlerweile nicht mehr zählt.
In den Einzeln lief zunächst alles nach Plan, auch wenn der erkrankte Thomas Stolte erneut im JTG-Aufgebot fehlte. Für ihn sprang Arnd Grefe in die Bresche und feierte beim 7:6 und 6:3-Erfolg über Peer Zabel seinen ersten Einzelsieg in diesem Winter. Parallel kämpfte Mathias Gerke gegen Benjamin Fahlke vergeblich um den zweiten Punkt und verlor knapp in zwei Sätzen. An der Spitze entzauberte Marc Senkbeil Gerhard Fahlke mit 7:6 und 6:4. Für den älteren Fahlke-Bruder war es die erste Niederlage in diesem Winter überhaupt. Und als Kapitän Mirko Bathelt gegen Stefan Rohde einen glatten Zweisatz-Erfolg nachlegte und damit auf 3:1 stellte, nahm der Titelcoup immer konkretere Formen an.
Satzbälle vergeben
Für ihre Stärke in den Doppeln sind die Jadestädter seit vielen Jahren bekannt – doch ausgerechnet am Samstag stach dieser Trumpf nicht. Senkbeil/Gerke hatten nach verlorenem ersten Satz gegen die Fahlke-Brüder im zweiten Durchgang beim Stand von 6:5 mehrere Satzbälle, machten den Sack aber nicht zu und verpassten damit die Chance, im Matchtiebreak den vierten Punkt zu holen. Damit war die Messe gelesen. Der Dreisatz-Sieg von Bathelt/Grefe hatte nur noch statistischen Wert.
Bathelt: „Ein tolles Finale mit dem besseren Ende für Alsterquelle. Die Meisterschaft haben wir aber nicht heute verpasst, sondern bei der unglücklichen Niederlage in Winterhude.“
