Wilhelmshaven - Der VfL war Ausrichter der gemeinsamen Meisterschaften der Schwimmkreise Wilhelmshaven und Friesland über die kurzen Strecken. 100 Starter sorgten im „Nautimo“ zwei Tage lang für Hochbetrieb.
SG Wilhelmshaven
35 Schwimmer der Startgemeinschaft sorgten für starke 110 Podestplätze und damit für Zufriedenheit bei den Übungsleitern, die zahlreiche neue Bestzeiten und 14 (!) neue Vereinsrekorde notieren durften. Für das Highlight sorgte Mika Omland (2004): Über die 100 Meter Freistil unterbot der Jadestädter in 59,93 Sekunden endlich die Schallgrenze von einer Minute.
Erfolgreichste Nordstädter waren Renke Röben (2008), Omland und Benedikt Weschenfelder (2001) mit jeweils acht Siegen (bei acht Starts). Über fünf Kreismeistertitel freuten sich Neuzugang Celina Haake, Mika Hörig (beide 2007), Martje Hackmann (2008) und Nachwuchstalent Femke Marderwald (2010).
Heike Hiller, die den D-Kader zusammen mit Kerstin Kießlich betreut, freute sich über die gelungenen Auftritte der Jüngsten. Ebenso zufrieden war Lentje Hütter mit dem Abschneiden ihres C-Kaders: „Es gab bei fast allen Starts Verbesserungen. Motivation und Ehrgeiz unserer Kinder wurden mit tollen Ergebnissen belohnt.“
Lob für den A-Kader gab es auch von Trainerin Yvonne angesichts von 36 neuen Bestzeiten bei 64 Starts. „Die Höhepunkte aus meiner Sicht waren aber die Staffelrennen über 4 x 50 Meter Freistil. Unsere Jungs haben souverän gewonnen, während den Mädchen im Duell mit dem WSSV nur ein Wimpernschlag zum Sieg fehlte.“ Da alle vier teilnehmenden Vereine genügend Kampfrichter stellten, ging die Veranstaltung reibungslos über die Bühne.
Wilhelmshavener SSV
Ein junges Team schickte der WSSV an den Start: 20 der 27 Schwimmer waren zwölf Jahre alt oder jünger, darunter auch die drei Jüngsten Teilnehmerinnen dieser Titelkämpfe (alle Jahrgang 2015) – ein Generationenwechsel in der Wettkampfmannschaft.
Die Fördergruppen-Trainer Lina Garnet und Janne Thomßen hatten gute Leistungen ihrer Schützlinge erwartet, wurde von den Ergebnissen dann aber doch positiv überrascht: So unterbot Jannika Hutter bei ihrer Premiere über 200 Meter Rücken in 4:04,67 Minuten auf Anhieb die geforderte Pflichtzeit für die Bezirksmeisterschaften – um sage und schreibe 45 (!) Sekunden.
Neben Hutter werden im März in Westerstede auch Emma Woogk und Anneke Lescau (beide 2015) teilnehmen. Pflichtzeiten gibt es für Schwimmer dieses Jahrgangs nicht. „Dass auch sie dafür die Berechtigung haben, steht außer Frage“, sagt Trainerin Lina Thomßen. „Beide sind sogar unter den Pflichtzeiten des 2014er-Jahrgangs geblieben.“
Insgesamt holten die Grün-Weißen im „Nautimo“ 37 Gold-, 20 Silber- und 17 Bronzemedaillen. Elf davon gingen auf das Konto von Lina Thomßen (2001), darunter fünf Jahrgangstitel und ein Sieg in der Offenen Wertung. Zweitbeste Medaillensammlerin war Schwester Janne Thomßen (2009), die ebenfalls zu fünf Jahrgangstiteln schwamm – gefolgt von Jannika Hutter, die viermal Gold holte.
Höhepunkt (auch aus WSSV-Sicht) waren die Staffeln: Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen schlug Schlussschwimmerin Manja Weber (nach Lara Vujevic, Janne Thomßen und Lina Thomßen) mit hauchdünnem Vorsprung auf die SG als Erste an. Die „Zweite“ des WSSV landete auf Platz drei. „Die Anfeuerungsrufe bei diesem Rennen dürften die Ruhe im Saunabereich empfindlich gestört haben“, mutmaßte Trainer Stefan Tramnitzke.
Als Kampfrichter waren für den WSSV Olaf Amelsberg und Holger Glattner (beide als Schiedsrichter) sowie Lars Wienecke, Maike Amelsberg, Ilona Horst und Uwe Rosmeisl im Einsatz.
