Wilhelmshaven - Die Oberliga-Handballerinnen des Wilhelmshavener HV bleiben im neuen Jahr ungeschlagen. Dem 39:19 in Neerstedt ließ das Team von Trainer Kai Flathmann ein 22:18 bei Aufsteiger ATSV Habenhausen folgen.
Grundlage für den Auswärtserfolg war eine bärenstarke Abwehrleistung. Flathmann: „Im Angriff haben wir gegen die 5:1-Deckung immer mal wieder eine falsche Entscheidung getroffen, standen dann aber schnell wieder und gut sortiert in der Abwehr. Und dem Gegner haben wir klar gemacht: Neun Meter vor dem Tor ist Feierabend.“
Bereits der Start verlief verheißungsvoll. Katharina Schanko warf die Gäste mit 2:0 in Führung und Larissa Ricklefs parierte einen Siebenmeter der besten Liga-Torschützin Katrin Friedrichs, die am Ende auf nur vier Treffer kam. Dann aber musste Flathmann bereits früh einmal unterbrechen und das Team in einer Auszeit daran erinnern, dass Handballball ein Bewegungssport ist. Und das stieß auf offene Ohren. Aus einem 2:6-Rückstand (15.) wurde zwölf Minuten später eine 9:7-Führung, und Pia Mertens sorgte mit der Sirene für eine 11:9-Halbzeitführung. Flathmann: „Neun Gegentreffer gegen eine Mannschaft, die deutlich besser treffen kann – das war richtig klasse.“
Die gute Abwehrleistung war auch im zweiten Durchgang die Basis für den letztlich ungefährdeten Auswärtserfolg. Nur dreimal konnte der Aufsteiger noch auf zwei Tore aufschließen (14:12, 16:14, 20:18), vom Kurs abbringen ließen sich die Gäste aber nicht mehr. Auch die aus Flathmanns Sicht diskutable Rote Karte gegen Emma Neumann (43.) hatte keine Auswirkung mehr. Flathmann: „Ich werde mir das noch einmal anschauen, aber letztlich spielt das keine Rolle mehr. Kati Schanko und Sarah Röben haben sie in der Mitte im Anschluss gut vertreten. Und das passte zum Gesamtbild. Wir haben als Kollektiv überzeugt.“
WHV: Ricklefs, Hoveling (n..e); Schanko 5/2, Mertens 4, Lehmann 3, Altdorf 3, Neumann 3, , Niehaus 2, Lange-Emden 1, Röben 1, Redler
