Wilhelmshaven/Sande - In einem hochklassigen Spitzenspiel der Eishockey-Regionalliga Nord hat der ECW Sande seine Siegesserie weiter ausgebaut: Im Heimspiel gegen die Harzer Falken feierten die „Jadehaie“ am Samstagabend in der Sander Eishalle einen 5:3 (1:2, 1:0, 3:1)-Erfolg – vor offiziell 504 Zuschauern.
Stimmungstechnisch waren wohl deutlich mehr Fans Zeugen dieses Topduells zwischen den beiden führenden Teams der Liga. Schon vor der Partie wurde es richtig laut in der Halle, als die Gastgeber mit dem eigenen U 11-Nachwuchs aufs Eis kam. Und als Hauptschiedsrichter Floyd Frieske die Begegnung dann anpfiff, hieß es auf beiden Seiten Feuer frei.
Sergejs Piskunovstrifft zum Ausgleich
Die ECW-Trainer Nick Hurbanek und Slawa Koubenski konnten personell erneut aus dem Vollen schöpfen. Die Grundvoraussetzung, um überhaupt mit den starken Braunlagern mithalten zu können, Im Fokus wie so oft die Torhüter, und hier konnten sich die Gastgeber erneut auf Maksims Cmutovs verlassen, der das Duell mit dem Kanadier Taylor Dupuis knapp für sich entschied.
Der Reihe nach: Nach der Gästeführung durch Torjäger Reagan Nagy (14.) schlugen die Haie knappe 90 Sekunden später in Person von Sergejs Piskunovs (16.) zurück. Danach war der ECW am Drücker, die Führung lag in der Luft, aber Vladislavs Barkovskis, Marian Dejdar, Ivan Rohac und Jan Holiga nutzten ihre Chancen nicht. Bitter: Als Vitalijs Jache in aussichtsreicher Position zum Schlagschuss ansetze, brach sein Schläger.
So hatten die Falken das letzte Wort im ersten Drittel, als Cmutovs den Puck an die Schulter bekam und Filip Mrava gedankenschnell zum 1:2 aus Sicht der „Jadehaie“ abstaubte (19.). Nach fünfminütiger Unterbrechung – ein Loch in der Plexiglas-Umrandung musste ausgebessert werden – setzten beide Teams die Begegnung auf Augenhöhe auch im zweiten Abschnitt fort.
Artur Galwas besorgtdie erste Führung
Der erste (und einzige) Stich gelang den Gastgebern nach einer sehenswerten Kombination über Dejdar und Piskunovs, die Artjoms Tretjakovs mit dem Tor zum 2:2 abschloss (34.). Im Schlussdrittel überschlugen sich dann die Ereignisse: Artur Galwas brachte die Haie nach 54 Minuten beim 3:2 erstmals in Führung. Falken-Coach Jozef Potac nahm kurz darauf eine Auszeit und ersetzte Keeper Dupuis durch einen weiteren Feldspieler.
Die Taktik ging aber nach hinten los, weil Tretjakovs die Scheibe eroberte und überlegt von der blauen Linie ins „empty Net“ traf (4:2/59.). Die Entscheidung? Noch nicht. Während Dupuis zwischen Bande und seinem Gehäuse hin und her pendelte, gelang Bastian Schirmacher 44 Sekunden vor der Schlusssirene der Anschlusstreffer. Erst als Dupuis seinen Kasten erneut verlassen hatte, war es Dejdar, der 13 Sekunden vor Spielende zum vielumjubelten 5:3-Endstand einschoss.
„Das war ein echtes Spitzenspiel, Regionalliga-Eishockey auf höchstem Niveau. Ich bin stolz auf die Jungs“, sagte Hurbanek im Anschluss. Teil zwei des Doppelspieltags fiel am Sonntagabend aus: Weil der Hamburger SV keine spielfähige Truppe stellen konnte, einigte man sich auf eine Spielverlegung.
