Wilhelmshaven/Wildeshausen - Die Fußballer des VfL Wildeshausen bleiben dem TuS Obenstrohe in der Bezirksliga dicht auf den Fersen. Beim zuletzt formstarken Aufsteiger ESV Wilhelmshaven lösten die Wildeshauser am Sonntagvormittag die unbequeme Auswärtsaufgabe souverän und fuhren mit 4:0 (2:0) ihren achten Sieg im elften Spiel ein. Mit 26 Zählern belegt die Mannschaft von VfL-Trainer Marcel Bragula hinter Obenstrohe (30 Punkte) weiterhin Platz zwei. Zum direkten Duell kommt es an diesem Sonntag, 4. November (14 Uhr), in Wildeshausen.

„Sicherlich waren wir Favorit. Aber es ist nicht selbstverständlich, dort zu gewinnen“, sagte Bragula auch im Hinblick auf die jüngste Serie der Jadestädter, die zuvor drei Spiele in Folge gewonnen hatten. Angesichts der schlechten Platzverhältnisse hätte seine Elf „Fußball arbeiten“ müssen. „Aber die Mannschaft hat die Vorgaben super umgesetzt“, lobte Bragula. So operierte der VfL viel mit langen Bällen und präzisen Flanke, um damit in vorderster Linie Stürmer Rene Tramitzke zu füttern – was auch perfekt klappte. Der Sturmtank wurde mit drei Buden zum Matchwinner des Tabellenzweiten. „Für Rene freut mich das heute ganz besonders. Er kämpft und wirbelt und hat sich diese Tore nach zuletzt etwas schwierigeren Wochen aufgrund beruflicher Verpflichtungen verdient“, lobte Bragula seinen Offensivspieler.

Ein weiteres Sonderlob ging erneut an die Defensivabteilung. „Wir haben wieder zu Null gespielt“, freute sich der VfL-Coach, dessen Mannschaft in dieser Saison bereits zum siebten Mal ohne Gegentreffer blieb. Dies war auch ein Verdienst des reaktivierten Keepers Lauren Riedel. Aufgrund der Ausfälle der beiden etatmäßigen Torhüter Sebastian Pundsack (privat verhindert) und Felix Dittrich (Schulterverletzung) war Bragula froh, den mittlerweile in Hamburg studierenden Riedel für das Auswärtsspiel gewinnen zu können. Der 21-Jährige zeigte eine gute Vorstellung, wurde aber bis auf einen Flachschuss in der 70. Minute auch nur selten ernsthaft geprüft.

Mit dem Führungstreffer durch Thorben Schütte, der einen Freistoß von Christoph Stolle in die Maschen köpfte (19. Minute), bekam der VfL immer mehr Oberwasser. Kurz vor der Pause war Tramitzke erstmals erfolgreich und wuchtete eine Flanke von Hauke Glück per Kopf ins Netz (43.). Nach dem Seitenwechsel musste der Stürmer zunächst einen (unabsichtlichen) Gesichtstritt von Magenthan Loganathan wegstecken (70.). Der Wilhelmshavener sah dafür die Rote Karte, Tramitzke konnte weitermachen und schoss kurz darauf das 3:0 (77.) nach Vorarbeit von Maximilian Seidel. Mit einem „Wembley-Tor“ (90.) machte Tramitzke seinen Dreierpack perfekt.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)