Willmsfeld/Ammerland - In Halsbek herrscht große Vorfreude: Gleich zwei Teams des KBV haben sich für die Finalrunde des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) qualifiziert, die am Sonntag ab 12.30 Uhr in Willmsfeld im Kreisverband Esens stattfinden. Die FKV-Meisterschaften sind für die Boßeler aus den Landesverbänden Oldenburg und Ostfriesland der höchste sportliche Vergleich. Gegen 16.30 Uhr ist die Siegerehrung im Willmsfelder Vereinsheim geplant.

Für das FKV-Finale qualifizieren sich die besten drei Teams aus den jeweiligen Landesligen. Aus dem Ammerland sind die Männer (Landesliga-Meister) und die Frauen aus Halsbek (Landesliga-Vizemeister) dabei. Als Favoriten gehen aber erneut die Mannschaften aus Ostfriesland ins Rennen.

„Wir würden gerne wieder unter die Top-Drei-Teams kommen. Wenn wir einen guten Tag erwischen, sollte das auch möglich sein“, sagt Arne Hiljegerdes von den Halsbekern. Schon im Vorjahr konnten die Ammerländer mit dem zweiten Platz beim FKV-Wettkampf überraschen.

Als klaren Favoriten haben die Halsbeker aber den Titelverteidiger aus Reepsholt auf dem Zettel. „Wir waren vor Ort und haben auf der Strecke trainiert. Die Vorteile dürften aber bei den Ostfriesen liegen, denn deren Heimbahnen sind der Strecke in Willmsfeld sehr ähnlich“, weiß Hiljegerdes. Deshalb machen sich die Halsbeker keinen Druck: „Wir nehmen den FKV-Wettkampf gerne mit und werden mit Sicherheit viel Spaß haben.“

Ernst wird es für die Halsbeker um 13.10 Uhr. Dann geht es direkt in das Duell mit dem Titelverteidiger aus Reepsholt. Neben den Ammerländern haben sich auf Oldenburger Seite die Teams aus Grabstede und Bredehorn qualifiziert. Für das Ostfriesland werfen die Boßeler aus Reepsholt, Westeraccum und Pfalzdorf. Den letzten Triumph für den Oldenburger Landesverband in der Männerklasse konnte Grabstede im Jahr 2013 feiern.

Groß ist die Aufregung auch schon bei den Halsbekerinnen. „Es ist bei uns eine gute Mischung aus Anspannung und Vorfreude“, erklärt Talea Hiljegerdes. Die alten Hasen im Team haben die FKV-Meisterschaften schon mit anderen Mannschaften gespielt, aber vor allem die jüngeren Spielerinnen sind gespannt, was sie in Willmsfeld erwartet. „Die Hauptsache aber ist, dass wir am Wettkampftag richtig viel Spaß haben werden“, sagt Talea Hiljegerdes.

Zweimal haben die Ammerländerinnen bereits auf der Wettkampfstrecke trainiert. „Das ist schon eine sehr anspruchsvolle Strecke, die den Ostfriesinnen entgegenkommt. Wir nehmen gerne die Außenseiterrolle an“, gibt die Halsbekerin vor. Sie selbst sieht in Dietrichsfeld den großen Favoriten. „Wir selbst wollen unsere Leistung aber im Vorfeld nicht unter den Scheffel stellen. Wir haben eine gute Saison gespielt und können vor allem mit unserer starken Gummigruppe gut mithalten“, wägt Hiljegerdes die eigenen Chanen ab.

Bei den Frauen vertreten neben den Halsbekerinnen die Mannschaften aus Schweinebrück und Kreuzmoor den Oldenburger Landesverband. Für die Ostfriesen treten zwei Dietrichsfelder Teams und die Mannschaft aus Rahe an. Im Vorjahr gelang den Schweinebrückerinnen Historisches. Als erst zweites Oldenburger Team bei den Frauen holten sie den FKV-Titel. Dies war zuvor nur Reitland im Jahr 1992 gelungen.

Die Männer- und Frauenkonkurrenzen werfen auf verschiedenen Strecken (siehe Infokasten). Folkmar Lüpkes, der Kreisvorsitzende aus Esens, kennt die Strecken ganz genau: „Beides sind interessante, aber teilweise sehr kniffelige Strecken.“ Bei den Frauen würden die langen und steilen Kurven den Werferinnen alles abverlangen. Bei den Männern könnte die Leistung in den drei langgezogenen Kurven am Streckenende den Ausschlag geben.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland