Unter spezieller Beobachtung standen die U-19-Fußballer des JFV Nordwest am Samstag beim Bundesliga-Duell mit den Nachwuchsbullen von RB Leipzig (1:3). Unter den Zuschauern an der Bande des Stadions an der Alexanderstraße standen unter anderem Sergio Pinto (36), Paul Schomann (65) sowie Uwe Wegmann (53) und machten sich eifrig Notizen. Pinto, der einen großen Teil seiner Karriere bei Hannover 96 verbracht und 2016 seine Laufbahn bei Fortuna Düsseldorf beendet hatte, sichtet inzwischen für Erstligist Eintracht Frankfurt. Schomann war früher Jugendnationaltrainer und Coach der deutschen Futsal-Mannschaft. Uwe Wegmann ist auf Talentsuche für Zweitligist VfL Bochum, für den er lange selbst auf Torjagd gegangen war. „Von mir kriegen die ganz sicher keine Tipps“, sagte VfB-Sportdirektor Ralf Voigt (51), der mit den Beobachtern zwar fachsimpelte, aber keine Geheimnisse verriet. Natürlich ist er daran interessiert, zumindest aus der Oldenburger A-Jugend selbst die besten Nachwuchskräfte für den Traditionsclub zu gewinnen.
Heftig umworben hatte der VfB auch JFV-Kapitän Conor Gnerlich. Das vielleicht größte Talent im Team von Trainer Lasse Otremba (26) nahm in der Winterpause aber ein Angebot des Regionalligisten nicht an. An diesem Samstag vergab der 18-Jährige beim Stand von 2:1 für den Tabellendritten aus Sachsen die große Chance auf den Ausgleich. Als er in der 60. Minute zu einem Handelfmeter antrat, war der Name seines Gegenübers Programm. RB-Keeper Toni Stahl (17) bewies Nerven aus Stahl und hielt den zu flach in die Mitte geschossenen Elfer mit den Beinen. Zuvor hatte Osman Atilgan (17) in Halbzeit eins das 1:0 der jungen Bullen durch einen Strafstoß-Treffer von Ermedin Demirovic (18) rasch für das Schlusslicht ausglichen, ehe Agyemang Diawusie (17) Leipzig erneut in Front gebracht hatte. Nach Gnerlichs Fehlschuss machte Kamil Wojtkowski (17) in der Endphase alles klar.
Ein Speed-Dating der besonderen Art erlebten kürzlich die Freunde und Förderer des TvdH beim zweiten Sponsorentreffen, zu dem Matthias Voß und Nico Neuhaus aus dem Führungszirkel des Handball-Verbandsligisten eingeladen hatten. Rund 35 Teilnehmer – darunter Trainer Vaidas Dilkas, Abteilungsleiter Heinz Meyer und Förderverein-Vorsitzender Hagen Bremer – stellten sich zum Start des informativen und geselligen Abends in den Räumlichkeiten der IT-Firma Syntax in fünf Kleingruppen vor. In Dating-Manier berichtete jeder über seine Verbindung zum TvdH.
