In den wohlverdienten Handball-Ruhestand sind nach fast 42 Jahren als Kassierer bei der SG VTB/Altjührden, HSG Varel und HSG Varel-Friesland Rolf Machlitt sowie seine Frau Brigitte verabschiedet worden. Nach der Laudatio von SG-Vorstand Lothar Brecht vor dem Heimspiel der Drittliga-Handballer gegen den Oranienburger HC bekamen die beiden „Urgesteine“ des Vareler Handballs tosenden Applaus vom Publikum auf den Rängen der Manfred-Schmidt-Sporthalle. Von Anfang an war Rolf Machlitt der Mann an der Kasse – zuerst zu Zweitligazeiten im Vorraum der Grundschule Altjührden, später nach dem Umbau dann im Eingangsbereich der Halle. Er organisierte den Vorverkauf der Eintrittskarten und hat über die Jahre so manchen Kampf bei der Vergabe der Dauerkartenplätze ausgefochten. Doch Machlitt erledigte weitaus mehr für die Vareler Handballer. So führte er bei den Heimspielen in Altjührden auch das Ordner- und Helferteam. Selbst in den Jahren, als die Vareler einige Heimspiele in der Oldenburger EWE-Arena absolvierten, stand er stets mit Rat und Tat an der Kasse, war beim Auf- und Abbau dabei und sorgte für den reibungslosen Transport der Werbebanden von Altjührden nach Oldenburg und zurück. Seit in Altjührden Videoaufnahmen vom Spielgeschehen erfolgen, war Brigitte Machlitt dafür zuständig. Sie machte über die Jahre hinweg alle technischen Neuerungen mit und gab dieses Amt erst mit Ablauf der Saison 2015 ab.

Spielfrei in der Nord-Staffel der Dritten Liga haben an diesem Wochenende die Handballer des HSV Hamburg. Damit hat der haushohe Favorit auf den Aufstieg eine weitere Woche Zeit, die Wunden nach der herben 21:33-Niederlage beim Oranienburger HC zu lecken. Dabei hatten die Oranienburger zuvor noch mit 19:22 gegen die SG VTB/Altjührden den Kürzeren gezogen. „Wir sind auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden“, bilanzierte HSV-Trainer Jens Häusler nach der ersten Niederlage im dritten Saisonspiel enttäuscht. Auch Ex-Bundesliga-Spieler Stefan Schröder hatte die Pleite des jungen HSV-Teams nicht verhindern können.

Derweil hat die HSG Nord HU (zuvor SV Henstedt-Ulzburg) im zweiten Heimspiel den zweiten Sieg eingefahren. Der Zweitliga-Absteiger um Trainer Dusko Bilanovic, der einst für das serbische Nationalteam spielte, bezwang die SG Flensburg-Handewitt II mit 29:28. Bilanovic war in seiner aktiven Zeit unter anderem für die SG Wallau-Massenheim und den Wilhelmshavener HV aufgelaufen, ehe er von 2008 bis 2013 den OHV Aurich erst als Spieler und dann als Trainer in der 3. Liga etablierte. Letzte Trainerstation vor dem Wechsel nach Henstedt waren die Oberliga-Männer von ART Düsseldorf.