Oldenburg/Bremen -

Krieg, Corona, Inflation – gibt es denn gar keine positiven Nachrichten mehr? Doch, Werder Bremen! Während die Welt gefühlt auf immer neue Krisen zusteuert, kämpft sich unser Verein gerade aus seiner größten heraus. Da wird man sich jawohl noch mal freuen dürfen, meinen Thomas und Jan vom Worum-Podcast.

Erinnern wir uns mal ein Jahr zurück: Die Weltlage war bis auf Corona noch relativ stabil, dafür war die Werder-Welt ordentlich aus den Fugen. Frisch abgestiegen, das Führungspersonal in der Kritik und ein Spielerkader mit einem Dutzend Fragezeichen. Jetzt im Sommer 2022 ist zumindest unsere kleine Werder-Welt wieder einigermaßen in Ordnung.

Fußball ist eben immer noch wichtig, da können weder Abstieg noch Putin etwas dran ändern. Und auch keine Sommerpause, denn die verläuft für uns Werder-Fans fast so spannend wie das Saisonfinale.

So ein Chaos wie im letzten Jahr wollten Frank Baumann und Clemens Fritz auf keinen Fall nochmal erleben. Umso beruhigender, dass die beiden schon relativ früh Fakten geschaffen haben. Die finanziellen Zwänge sind deutlich geringer als nach dem Abstieg, der Aufsichtsrat ist neu aufgestellt und Werder hat in der Zweiten Liga den vermutlich idealen Trainer gefunden, der jetzt in aller Ruhe seine Idee von Fußball etablieren kann. Wir haben wenig Zweifel, dass das System Ole auch in der Bundesliga erfolgreich laufen kann.

Nach den vielen Fehlern in der Abstiegssaison gibt es auch neues Vertrauen in die sportliche Führung. Frank Baumann scheint sich immer mehr zu einem echten Transfer-Fuchs zu entwickeln. Amos Pieper und Niklas Stark ablösefrei zu verpflichten, hat Werder auch bei Konkurrenz Respekt verschafft. Mit dem Königstransfer, dem Dänen Jens Stage (Aussprache-Tipp für alle Leser: Steeeije) sind wir auch voll zufrieden. Er ist der Mann für Oles Zentrale und bringt wohl viel von dem mit, was sich die Werder-Fans unter der Überschrift „Wir brauchen einen 6er“ schon lange gewünscht haben. Am meisten freuen wir uns aber auf Oliver Burke, den neuen Back-Up für den Sturm. Einst ein 15 Millionen Euro teures Megatalent, dann bei mehreren Vereinen quasi gescheitert. Jetzt könnte Werder ihn sportlich wieder aufpäppeln, ähnlich wie es uns damals mit Diego gelungen ist. “Burkey“ bringt ganz andere Qualitäten mit als unsere legendären Zehner: weniger Technik, aber viel Körper und vor allem Tempo. Wir haben ihm in Folge 102 den Spitznamen „Büffelrakete“ verpasst. Der Spieler wie Burke wurde der Begriff Wundertüte erfunden. Alles ist möglich: vom zweiten Assalé bis zum Publikumsliebling. Sein Trikot mit der Mittelstürmer-Nummer 9 könnte auf jeden Fall ein echter Megaseller werden.

Für uns als Macher des Worum-Podcasts endet hiermit die tolle Zeit, die wir mit unserer (Zweitliga-)Kolumne „Brille Grün-Weiß“ bei den Kolleginnen und Kollegen der Nordwestzeitung verbringen durften. Das gesamte Team hat uns damit einen Traum erfüllt wir sind ihnen sehr dankbar. Was für ein Spaß! Wir danken allen Leserinnen und Lesern auf diesem Wege noch einmal und hoffen, dass wir das Zweitliga-Jahr mit unseren (nicht immer ernst gemeinten) Einlassungen ein wenig kurzweiliger machen konnten.

Schöne Saison – schöne Spiele – in der ersten Liga. Euer Worum-Podcast-Team.