Wüsting - Sie konnte ihr Glück noch gar nicht fassen. Frenetischer Jubel brandete am Samstagabend in der Landtage-Halle in Wüsting auf, als Carmen Harms aus Edewecht in der Einzelwertung der Jakkolo-Weltmeisterschaft in einem spannenden Finale die Niederländerin Sandra Stoelhorst besiegt hatte.
Volle Konzentration und starke Nerven mussten die Finalisten beweisen. „Ein bisschen Talent gehört auch dazu“, sagte die frisch gebackene 55-jährige Weltmeisterin aus Jeddeloh. Sie hätte nicht für möglich gehalten, dass sie so weit oben landet.
Das ging auch Horst Köster so. Er sei jetzt 23 Jahre Vorsitzender des Deutschen Jakkolo-Bundes, sagte er bei der Siegerehrung, doch das hätte er sich nicht träumen lassen. Zweite Plätze in der Mannschaftswertung gab es schon mehrfach. Auch schon mal einen hart erkämpften zweiten Platz in der Einzelwertung der Männer. Doch dieses Mal sorgte die nervenstarke Carmen Harms, die seit Mitte der 90er Jahre Jakkolo spielt, dafür, dass der WM-Traum wahr wurde.
Das Finale der Herren trugen die Niederländer hingegen unter sich aus. Dabei gab es aber auch eine Überraschung. 16 Jahre jung ist der neue Weltmeister Stefan Kiwiet aus Gramsbergen. Er verwies Siem Oostenbrink auf Platz zwei.
In der Mannschaftswertung hatte das Team der Niederlande wieder die Nase vorn. Deutschland landete auf Platz zwei. Schweden holte sich den dritten Platz.
Die fast 280 Jakkolo-Spieler aus 13 Ländern, darunter unter anderem auch die USA, Süd-Korea und Suriname in Südamerika, hatten ihren Spaß beim dreitägigen Turnier in Wüsting. Und sie zeigten sich voll des Lobes über die perfekte Organisation.
Das brachte auch Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew zum Ausdruck, der das Orga-Team vor die voll besetzte Tribüne holte, um noch einmal ausdrücklich Dank zu sagen für das, was die Ehrenamtlichen um Teamchef Horst Köster in Wüsting auf die Beine gestellt hatten.
Die stellvertretende Landrätin Christel Zießler hatte alle Hände voll zu tun, um Medaillen und Trophären an die Gewinner zu übergeben. Sie lobte gegenüber der NWZ die friedliche Atmosphäre im Miteinander so vieler unterschiedlicher Nationen.
Für eine bejubelte Showeinlage bei der Siegerehrung sorgten die „Wackeltenöre“.
