Lemwerder - Der Fehlstart ist perfekt: Die in der Bezirksliga Bremen spielenden Fußballer des SV Lemwerder haben am Sonntag auch das zweite Saisonspiel verloren. Die Mannschaft von Trainer Andreas Pieper unterlag dem SV Eintracht Aumund vor eigener Kulisse mit 1:4 (0:1).
„Ich bin sehr enttäuscht“, sagte Lemwerders Teammanager Gerd Kuhn. „Wir haben schon zum zweiten Mal gegen eine Mannschaft verloren, die keinen Tick besser war als wir. Das geht nicht“, sagte er. Kuhn sieht die Pieper-Elf bereits nach zwei Spieltagen unter Druck.
Lemwerders Niederlage war unnötig – aus mehreren Gründen. Unmittelbar nachdem Bastian Seelking die Gäste mit einem tollen Schuss in Führung gebracht hatte (18.), lief Ali Turan alleine aufs Aumunder Tor zu. Schlussmann Tim Pülm wusste sich nicht mehr anders zu helfen, als Turan zu foulen. Schiedsrichter Timo Hippel pfiff den Elfmeter, zeigte Pülm aber nur die Gelbe Karte. „Das war eine glasklare Rote Karte“, zürnte Kuhn. Zu allem Überfluss zimmerte Routinier Stefan Klaasen den Strafstoß an die Latte. „Diese Situation war der Knackpunkt der Partie“, meinte Kuhn.
Gleichwohl wollte er nichts unter den Teppich kehren. „Wir haben in der ersten Halbzeit vier glasklare Chancen kläglich vergeben“, sagte er. Eduard Albert (2), Ali Turan und Christian Krieg brachten Lemwerders Zuschauer und Verantwortliche mit fahrlässigen Offensivaktionen auf die Palme.
Nach der Pause erhöhte Lemwerder das Risiko. Doch plötzliche wackelte die Abwehr. „Wir waren völlig ungeordnet“, sagte Kuhn. Fatih Akyiz nutzte das zum 2:0. Anschließend war Aumund klar besser. „Wir haben uns nicht wirklich gegen die Niederlage gewehrt“, sagte Kuhn.
Auch nachdem Roy Rother mit einem 25-Meter-Schuss das 1:2 erzielt hatte, blieb Lemwerder erschreckend zahm (75.). Schon drei Minuten später zwang Daniel Trojahn Fabio Forstmann zu einem Eigentor. Damit war die Partie entschieden. Den Schlusspunkt zum 4:1 setzte Fatih Akyildiz mit einem verwandelten Foulelfmeter (90.). Jasha Begkondu hatte Burak Aydin gefoult.
„Wir haben uns in unser Schicksal ergeben“, sagte Kuhn. „Uns fehlt momentan die notwendige Aggressivität. Aber daran werden wir in dieser Woche in den Trainingseinheiten arbeiten.“
Lemwerder: Jung - Ohlzen, Miele (70. Rother), Forstmann, Ghazi - Begkondu, Stefan Klaasen - Albert (46. Bernett), Ali Turan, Krieg - Solouglo (46. Özel).
