ZETEL - Bei hochsommerlichen Temperaturen fand das 15. Boßelturnier um den „High-Light-Cup“ des KBV Zetel-Osterende statt. Annähernd 300 Mannschaften, darunter 23 aus der Wesermarsch, hatten gemeldet.

Das Turnier begann dramatisch: Im Finale des Mixed standen sich die Vorjahressieger Simone Davids/Robert Djuren (Westeraccum) und Petra Aden/Michael Behnke (Wiesederfehn/Wiesede) gegenüber. Mit einem Rückstand von 20 Meter hatte Simone Davids den sechsten und letzten Wurf zu absolvieren, der ihr völlig misslang. Die Kugel prallte jedoch an den Fuß eines Zuschauers, so dass der Wurf regelkonform wiederholt werden durfte. Dieser gelang der Westeraccumerin hervorragend und Petra Aden konnte trotz eines ihrerseits sehr gelungenen Wurfes bis auf zehn Meter die erforderliche Weite nicht erreichen. Bei der Siegerehrung zeigte das Duo Davids/Djuren sportliche Größe, denn sie überreichten den für den ersten Platz ausgelobten Preis dem unglücklich unterlegenen Duo Aden/Behnke und ernteten dafür großen Applaus der zahlreichen Zuschauer. „Das wir den Preis übergeben, haben Simone und ich gleich nach dem letzten Wurf so vereinbart", so Robert Djuren. Aus der Wesermarsch erreichte kein Team das

Viertelfinale.

Ein Tag später traten zunächst die Altersklassen Männer III/IV und Jugend A in Aktion. Hier konnten sich im Finale die für Altjührden startenden Hans Wilms und Helmut Röseler gegen Hermann Lammers und Karl-Heinz Gerdes (Astede) durchsetzen. Bei den Jugendlichen verteidigten Simon Quathamer und Lars Thye (Bredehorn) in einem hochklassigen Match gegen Bernd-Georg Bohlken und Stefan Bödeker (Schweinebrück) ihren Titel erfolgreich. Manuel Runge/Kimon Scholz (Kreuzmoor) schieden im Viertelfinale aus.

Bei den Frauen scheiterten überraschend die favorisierten Simone Davids/Hilke Barfknecht (Westeraccum) und die Vorjahressiegerinnen Marion Rocker/Sonja Derezinski (Collrunge). Maren Radatz und Monika Heiken-Gerdes (Reepsholt) und die in der Boßelszene noch nicht so stark in Erscheinung getretenen Schwestern Saskia Janssen/Gesa Bollmann (Altharlingersiel) standen im Finale. Die Geschwister holten mit dem zweiten und dritten Wurf, die beide jeweils um die 200 Meter lang waren, den entscheidenden Vorsprung heraus. Für Regina Bosse/Bianca Dust (Delfshausen) war im Viertelfinale Endstation.

128 Männerteams bevölkerten die Bahn am letzten Wettkampftag. Hier kamen die Grabsteder Holger und Christian Alberts ins Finale, nachdem sie dank sensationeller Wurfleistungen Ralf Rocker/Uwe Köster (Reepsholt) in einem spannenden Viertelfinale ausschalteten. Im Finale unterlagen sie gegen die Titelverteidiger Henning Feyen/Stephan Koch (Ruttel) jedoch um 20 Meter. Die besten Vertreter aus der Wesermarsch, Stefan Runge/Christoph Müller (Kreuzmoor), schieden im Viertelfinale aus.