ZETEL - Die Bundeswehr hat das Leben von Ernst-Reiner Linden maßgeblich geprägt. „Als Wehrpflichtiger habe ich die Liebe zur Seefahrt entdeckt und daraus einen Beruf gemacht“, sagt der 59-jährige Kapitänleutnant a.D.. In einem Englischkursus bei der Marine hat er seine Frau kennengelernt. Und bei der Bundeswehr hat er 1976 als 24-Jährige zu seinem Hobby gefunden, das ihm bis heute großen Spaß macht: Tennis. „Damals gab es noch Tennisplätze in den Kasernen“, erzählt Linden, der seit 2011 Vorsitzender den Tennisvereins Zetel ist.

Im Vorjahr hat er dort noch mit einer Mannschaft am Punktspielbetrieb teilgenommen. Nun konzentriert er sich mehr auf seine ehrenamtliche Aufgabe als Vereinsvorsitzender. „Wir haben gerade die Satzung geändert und verteilen die Aufgaben auf mehrere Schulter im Vorstand“, erklärt Linden. Einen Geschäftsführer gebe es nun nicht mehr. Eine weitere Aufgabe wird die Sanierung des vierten Ascheplatzes sein.

Wichtig ist Linden auch, weiterhin für gute Stimmung im Verein zu sorgen und neue Tennisfreunde zu gewinnen; denn in den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Mitglieder von 200 auf 140 gesunken. Es habe zahlreiche altersbedingte Abgänge gegeben. Nach wie vor spielen 40 Kinder und Jugendliche im Verein Tennis. Im Punktspielbetrieb sind drei Juniorenteams und vier Teams bei den Erwachsenen vertreten. Es gibt vier Trainier und zwei Assistenten.

Ernst-Reiner Linden gehört seit 2007 dem Tennisverein an. 2005 ist er mit der Familie von Wilhelmshaven nach Zetel umgezogen. „Wir haben uns ein Jahr lang umgesehen. Zetel hat eine gute Infrastruktur, und die Gemeinde hat die Finanzen im Griff. Wir wohnen ländlich, haben dennoch alles was wir brauchen. Das Leben ist Zetel macht Spaß.“

Nach 35 Jahren bei der Marine ist Ernst-Reiner Linden inzwischen Pensionär. Neben Tennis gehört auch segeln zu seinen Hobbys. Er engagiert sich nicht nur im Tennisverein Zetel, sondern seit zwei Jahren auch bei den Seenotrettern. Linden ist ehrenamtliches Besatzungsmitglied auf dem Seenotrettungskreuzer „Hannes Glogner“ und damit eine Woche pro Monat im Einsatz. Wenn er danach nach Hause kommt, schwingt er gerne wieder mit Freunden den Tennisschläger.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg