Zetel - In der Gemeinde Zetel könnte bald die Ehrenamtskarte eingeführt werden: Die Mitglieder des Schul-, Jugend- und Sozialausschusses haben sich jetzt einstimmig dafür ausgesprochen. Mit der Karte sollen Ehrenamtliche eine Anerkennung für ihre Arbeit bekommen. Sie wird mit einer Urkunde überreicht und gewährt dem Inhaber Vergünstigungen, etwa beim Eintritt ins Freibad oder bei Kulturveranstaltungen.
Allerdings bekommt nicht jeder freiwillig Tätige diese Karte. Nur, wer mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich engagiert ist und das schon über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren, hat ein Anrecht auf die Karte.
Die Politiker diskutierten darüber, ob nicht jedem ehrenamtlich Tätigen eine Anerkennung zustünde. Erster Gemeinderat Bernd Hoinke sagte: „Die Hürde ist recht hoch. Aber das Land Niedersachsen hat sich bewusst für eine so hohe Grenze entschieden, um eben die Menschen zu ehren, die sich über das Maß hinaus engagieren, zum Beispiel Übungsleiter in Sportvereinen.“ Gerade weil nur die sehr stark Engagierten die Karte bekämen, handele es sich dabei um eine richtige Anerkennung und nicht um einen „Streuartikel“. Bürgermeister Heiner Lauxtermann sagte: „Ich halte das für einen sinnvollen Weg. Das Gemeinwesen funktioniert ohne Ehrenamtliche nicht.“
Der Antrag, eine Ehrenamtskarte einzuführen, kam von der Zetelerin Ellen Evers, die ehrenamtlich im Theater Neuenburg aktiv ist. Als nächstes muss der Rat der Gemeinde darüber abstimmen.
