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Zittersieg in Hamburg Baskets Oldenburg feiern knappen Sieg gegen die Towers

Kampf um den Ball mit allen Mitteln: Oldenburgs Trey Drechsel (rechts) gegen Hamburgs Christoph Philipps

Kampf um den Ball mit allen Mitteln: Oldenburgs Trey Drechsel (rechts) gegen Hamburgs Christoph Philipps

Imago

Hamburg - Trainer Pedro Calles, Kapitän Max DiLeo und Co-Trainer Bryce Taylor haben eine erfolgreiche Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte gefeiert. Vor 3400 Zuschauern setzten sich die EWE Baskets Oldenburg am Dienstagabend bei den Hamburg Towers denkbar knapp mit 96:95 (53:47) durch. Das Basketball-Trio, dass eine Hamburger Vergangenheit hat, sah bei diesem heiß umkämpften Bundesliga-Duell 27 Punkte des herausragend agierenden Trey Drechsel. Für die Baskets geht’s nun erst im neuen Jahr weiter. Am 3. Januar sind die Niners Chemnitz zu Gast.

Baskets ohne Hundt

Oldenburg reiste ohne Bennet Hundt (Augenverletzung) an. Norris Agbakoko stand hingegen wieder im Kader, kam allerdings wie auch Kenneth Ogbe nicht zum Einsatz. Der Center laborierte erst an einem Bänderiss, zuletzt hatte der 22-Jährige dann mit Rückenproblemen zu kämpfen. MaCio Teague saß zwar in der Arena in Hamburg, durfte aufgrund der Ausländerregel in der Bundesliga aber nicht mitwirken. Die Baskets haben nach der Verpflichtung von Rihards Lomazs sieben Importspieler, sechs dürfen an einem Spieltag eingesetzt werden.

Derby-Stimmung

Die Gäste aus Oldenburg waren in den ersten zehn Minuten effektiver. Das Calles-Team nahm mehr Würfe und provozierte in der Defensive einige Ballverluste. In der Folge erspielten sich die Oldenburger eine Vier-Punkte-Führung (23:19). Dann aber meldeten sich die Hausherren zurück. Eine Sieben-Punkte-Führung der Baskets egalisierten die Towers ihrerseits mit einem 7:0-Lauf. Es war ein munteres nachweihnachtliches Duell der beiden Nordclubs, die intensiv verteidigten. Dafür, dass es erst das sechste Duell der beiden Teams in der Bundesliga-Historie war, konnte man wirklich von Derby-Atmosphäre sprechen. Mehr als 300 Baskets-Fans sorgten in Hamburg für ordentlich Stimmung. Auf dem Parkett brannten die Spieler ein Feuerwerk ab.

Stabil aus der DIstanz

Im Vergleich zur Niederlage gegen Würzburg, wo aus der Distanz gar nichts gelingen wollte, hatten die Oldenburger in Hamburg ein feines Händchen. Zur Halbzeit lag die Dreierquote bei 38,5 Prozent. Gegen die Süddeutschen waren es vor Weihnachten nach 40 Minuten nur 16 Prozent. Besonders der glänzend aufgelegte Drechsel hatte richtig Lust. Der US-Amerikaner erzielte in der ersten Halbzeit alleine schon 18 Punkte. Offensiv lief der Motor rund, doch die Gastgeber wehrten sich. Zur Pause lagen die Baskets „nur“ mit sechs Zählern vorn (53:47).

Zitterpartie

Auch nach dem Seitenwechsel ging es munter weiter – und es blieb eng. Hamburg pirschte sich wieder heran und übernahm gegen Ende des dritten Viertels die Führung. Doch die Gäste kämpften sich zurück. Die Türme gewannen zwar einzeln betrachtet den dritten Abschnitt mit 23:19, in Führung lagen aber die Baskets, wenn auch knapp (72:70). Hamburg leistete sich, wie schon im ganzen Spielverlauf, immer wieder kleine Unachtsamkeiten, die Oldenburg eiskalt ausnutzte. Aber Hamburg gab nicht auf und kam kurz vor Schluss wieder auf einen Punkt heran – es war eine Zitterpartie. Sechs Sekunden vor Ende schafften die Gastgeber per Dreier das 95:95. Nach einem Foul ging DeWayne Russell noch an die Linie. Den ersten Freiwurf verfehlte der Guard, der zweite fiel. Oldenburg zitterte sich zum Sieg.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion
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