Oldenburg - Eine gelungene Saison ist für die U-19-Junioren der Baskets Akademie am Maifeiertag zu Ende gegangen. Nach einer guten Hauptrunde und beeindruckenden zwei Siegen gegen die Rhein Stars Köln im Achtelfinale der Playoffs in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL), erwies sich Alba Berlin im Viertelfinale vor etwa 100 Zuschauern in der Sporthalle Haarenufer als zu hohe Hürde für die Akademie-Talente. Die Oldenburger schieden nach der 45:62-Heimniederlage mit 0:2 Siegen aus der Meisterrunde aus.
„Ich bin stolz auf mein Team – wie die Jungs rausgegangen sind, Charakter gezeigt und gefightet haben. Leider hat es heute nicht zu mehr gereicht“, sagte NBBL-Cheftrainer Christian Held und fasste die Saison zusammen: „Wenn man gesehen hat, wie oft wir durch Verletzungen auf Spieler verzichten mussten, aber immer wieder jemand in die Bresche gesprungen ist, erkennt man, wie enorm die individuellen Fortschritte der Spieler sind.“
Wie beim Hinspiel (40:58) kontrollierten die „Akademiker“ den Angriff der Berliner gut und sorgten beim Favoriten mit ihrem Einsatz in der Defensive für schlechte Wurfquoten (35,5 Prozent). Die zweite Parallele zur ersten Partie fand sich auf der anderen Seite des Spielfeldes: Mit 26,4 Prozent war die eigene Trefferquote noch schwächer als bei den Gästen. „Wenn der ein oder andere Wurf gefallen wäre, hätten wir vielleicht ein anderes Spiel gesehen“, mutmaßte Held.
Als Knackpunkt sah der Coach das erneute Fehlen der halben Center-Garde an: „Dadurch, dass auf den großen Positionen drei Spieler verletzt waren, hatten wir arge Probleme unter den Körben.“ Malte Giljan, Erwin-Ngueffe Nkemazon und besonders Jan Niklas Wimberg wurden schmerzlich vermisst. Junioren-Nationalspieler Wimberg hatte sich im dritten Halbfinalspiel der ProB-Playoffs gegen Rist Wedel (84:70) vor zwei Wochen am Knie verletzt und verpasste deswegen auch fast das komplette Albert-Schweitzer-Turnier.
Nach dem ersten Viertel waren die Oldenburger beim 15:16 dran an Berlin. Angeführt vom korbgefährlichen Junioren-Nationalspieler Ismet Akpinar (19 Punkte/3 Dreier) und dem überragend effektiven Center-Giganten Niklas Ney (13 Punkte/14 Rebounds) ging Alba allerdings schon zur Halbzeit mit 33:24 in Front. Zwar versuchten die Gastgeber auch in der zweiten Hälfte unterstützt von den Zuschauern zurückzukommen, Berlin machte aber im dritten Viertel (8:15 aus Oldenburger Sicht) alles klar. Den finalen Abschnitt der Saison gestalteten die „Akademiker“ noch einmal ausgeglichen.
„Ich möchte mich bei den Fans und der Akademie bedanken und im Speziellen bei meinen beiden Trainerkollegen Arne Chorengel und Eike Kropp, die in dieser Spielzeit einen tollen Job gemacht haben“, sagte Held abschließend. ←
Baskets Akademie: Drijencic 9/1, Isemann 8, Menzel 7, Ponfick 6, J. Albrecht 6, Pape 5, Schmikale 4, F. Held, N. Böhringer, Oetken.
