Randers/Oldenburg - Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben den durchaus möglichen ersten Sieg in der Gruppenphase des europäischen EHF-Pokals knapp verpasst. Die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki verlor am Samstagnachmittag ihre Auswärtspartie beim dänischen Pokalsieger Randers HK mit 24:28 (14:13) und muss nun ernsthaft um den Achtelfinal-Einzug bangen.

Die VfL-Frauen hatten bekanntlich schon die Auftaktpartie gegen Nantes Loire in eigener Halle mit 30:37 verloren. Nur die beiden Erstplatzierten der Gruppe A kommen weiter. Der Oldenburger Mini-Kader hielt in Dänemark fünfzig Minuten lang hervorragend mit und musste sich erst spät geschlagen geben.

Vor 802 Zuschauern waren Angie Geschke (8 Tore) und Kelly Dulfer (7) die erfolgreichsten Torschützinnen für Oldenburg.

Der Bundesliga-Achte musste in Dänemark ohne die Langzeitverletzte Julia Wenzl (Aufbautraining nach Knie-OP), Spielerführerin Kim Birke (Muskelfaserriss) und die niederländische Nationalspielerin Isabelle Jongenelen (Schulterverletzung) auskommen. Diese Ausfälle wollte das Team unbedingt mit einem erhöhten kämpferischen Einsatz wettmachen. Und so präsentierten sich dann auch die VfL-Frauen von der ersten Minute an in der keineswegs üppig besetzten Randers-Arena (Fassungsvermögen: 3000 Zuschauer). Krowicki standen gerade einmal elf Spielerinnen zur Verfügung, die zunächst auch gut ins Spiel fanden und nach sechs Minuten mit 4:2 in Führung lagen.

Nach zehn Minuten allerdings übernahmen die Däninnen die Führungsarbeit und zogen bis zur 18. Minute mit drei Treffern auf 9:6 davon. Apropos Kampfgeist: Die VfL-Frauen hielten beherzt dagegen, erzwangen den 9:9-Ausgleich (21. Minute) und gingen letztendlich keineswegs unverdient mit einer 14:13-Führung in die Halbzeitpause.

Diesen Schwung nahmen die Gäste gleich wieder mit in den zweiten Durchgang. Angie Geschke und Co. bauten den Vorsprung zügig auf drei Tore aus (18:15/36. Minute). Doch es blieb eng. Die Gastgeberinnen hatten längst den Kampf angenommen und waren beim Zwischenstand von 20:20 Mitte der zweiten Hälfte wieder dran.

Ärgerlich aus Sicht des VfL: Randers nutzte im Anschluss ein paar torlose Oldenburger Minuten zur erneuten Drei-Tore-Führung (23:20/50.). Von diesem Rückstand sollte sich das Krowicki-Team nicht mehr erholen. Den VfL-Frauen ging in der Schlussphase dieser insgesamt sehr eng geführten Europapokal-Begegnung buchstäblich die Luft aus. Beim 22:24 (56.) keimte zwar noch einmal kurz Hoffnung beim VfL auf, doch mit dem 26:23 (58.) sorgte Randers endgültig für klare Verhältnisse.