Stenum/Delmenhorst - Der Titel ist Programm. „Tanzen und Helfen“ nennen die Lions-Clubs Delmenhorst-Burggraf und Oldenburger Geest einen Gala-Ball, den sie alle zwei Jahre auf die Beine stellen. Auch die 15. Auflage am Sonnabend im Landidyll-Hotel Backenköhler in Stenum wurde dem Titel gerecht: Zwischen mehreren Tanzrunden wurden zwei Schecks über je 5000 Euro überreicht – der eine für die Drogen-Präventionsarbeit der AWo Trialog in Delmenhorst, der andere für ein Kunst- und Tanzprojekt der gemeinnützigen Gesellschaft Norle.
Anhaltenden Applaus von den knapp 200 Ballbesuchern gab es an diesem Abend für eine mitreißende Show: Anna Walz, 27, und ihr Partner Domenik Herrmann, 28, zeigten, dass Tanzsport auch Akrobatik bedeuten kann. Mal legten die beiden zu heiterer Musik einen Cha-Cha-Cha aufs Parkett, mal zu Abbas „Dancing Queen“ einen Samba, mal einen eher ruhigen Rumba, mal einen schnellen Jive. Als Moderator führte Ulrich Mahn fachkundig durchs Programm.
Walz und Herrmann tanzen seit 2006 zusammen im Club „Gold und Silber“ in Bremen. Sie sind ehemalige Bremer Landesmeister und Norddeutsche Meister. Im Juli dieses Jahres haben die beiden den Tanzsport zu ihrem Beruf gemacht.
Die beiden Schecks wurden von den Club-Präsidenten Jörg Neunaber (Burggraf) und Dr. Eberhard Thümmel (Oldenburger Geest) an Hildegard Lanfersiek (Norle) und Evelyn Popp (Drogenberatung AWo Trialog in Delmenhorst) überreicht.
Bei der AWo Trialog wird das Geld für Suchtprävention in den Delmenhorster Schulen (ab 6. Klasse) verwendet. Im Zuge des Präventionsprogramms „drop + hop“ setze man da an, wo es noch keine Probleme gibt, erläuterte Evelyn Popp im Gespräch mit der NWZ . Wesentliche Ziele der Arbeit seien, das Selbstbewusstsein der Kinder beziehungsweise Jugendlichen zu stärken und über Drogen zu informieren.
Die gemeinnützige Gesellschaft Norle will das Geld für ein Kunst- und Tanzprojekt für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen verwenden. Dabei arbeite man mit der Delmenhorster Tanzschule Ute Wessels zusammen, erläuterte Hildegard Lanfersiek. Ein ganz wesentliches Ziel sei auch, bestehende Berührungsängste abzubauen.
