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Emotionaler Schlusspunkt unter Hambüchens Karriere

05.06.2017

Berlin (dpa) - Dies werden ganz besondere Minuten für Fabian Hambüchen. Am Dienstagabend wird der erfolgreichste deutsche Turner der Nachkriegsgeschichte bei der Stadiongala von mehr als 60 000 Teilnehmern und Gästen des Internationalen Deutschen Turnfestes verabschiedet.

"Vielleicht schafft man es ja, dass ich ein paar Tränchen verdrücke", sagte der Hesse erwartungsfroh. 14 Jahre lang turnte er in der deutschen Auswahl, viele seiner langjährigen Wegbegleiter und sogar Kanzlerin Angela Merkel werden bei dem Ereignis im Berliner Olympiastadion dabei sein. "Wir haben uns für diesen besonderen Moment natürlich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ich bin mir sicher, dass die Zuschauer und auch Fabian beeindruckt sein werden", verriet Stadiongala-Regisseur Harald Stephan am Montag, ohne auf Details einzugehen.

Auf jeden Fall werden bei der Stadiongala am Dienstagabend alle derzeitigen Auswahlturner neben weiteren rund 6000 Turnern an der Programmgestaltung mitwirken und dem Vorturner adé sagen. Eberhard Gienger, den Hambüchen mit insgesamt 40 nationale Turn-Titeln als Rekordmeister entthronte, wird mit dem Fallschirm in das Olympiastadion einfliegen.

In der internationalen Sportwelt hatte sich Hambüchen mit dem Gewinn von 27 Medaillen (10/7/10) bei Meisterschaften und Olympischen Spielen einen Namen gemacht. Die Krönung gelang ihm bei seinen vierten Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mit dem Olympiasieg am Reck. Auch mit dem WM-Titel an seinem Spezialgerät bei der Heim-WM in Stuttgart vor zehn Jahren eroberte er die Herzen der Turn-Fans.

Da nun 2019 erneut eine WM in der Schwaben-Metropole ausgetragen wird, lässt sich Hambüchen trotz offizieller Verabschiedung noch einen Rückweg offen. "Die WM 2019 in Stuttgart ist natürlich im Kopf. Es ist eine Abwägungssache", sagte er in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" und fügte hinzu: "Die Lust, mich zu quälen, ist wieder da." Rund ein Jahr vor dem Termin müsse er aber eine Chance haben, noch einmal Weltmeister zu werden, als Mitläufer im WM-Teilnehmerfeld wolle er nicht abtreten.

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