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Bemöten mit een groden Ollnborger Opernsänger

27.10.2017

Dat weer in’t Jahr 1953. Opernbesöök weer anseggt. Plicht för all Oberstufenschölers in us Gymnasium in Westerstä. „Mutt dat wä’en? weer de Fraag, „un denn jüüst Oper?“ Dat Drama „Woyzeck“ van Georg Büchner in’n Unnerricht harr us ja intresseert, ok de Dichter un sien Läven.

Man nu noch een Oper to dat Thema verknusen! Alban Berg, de Komponist ... noch nienich wat van höört. Een Vörbereiten dör den Mester för Musik weer nödig, man de Vördrag harr us dotiet noch nich recht övertügen kunnt. De Fahrt mit’n Bus na Ollnborg duur nich lang. Dat Staatstheater as Geböde leet na wat: staatsch un intressant. Bi’t Inträ’en in dat Foyer wurr de Quasselee unner us Schölers al minner. Man kreeg dat Geföhl, wi kemen in een besunner Huus. Dat weer kien Saal, wor’n so putzmunter dar up losplötern druff.

Us Plätze harrn se us gau wiest: sößte Reeg in’t Parkett. De Ogen gungen in’e Runn, na baven, bet na’n drüdden Rang anhooch, överall Minschen. Denn weer’t sowiet: de Kronleuchter sweev na baven . De Saal wurr düster. In’n Orchestergraven, wor de Musikers tiedig sitten gahn weern, düker de Dirigent up (in’t Programmheft stunn GMD Hans Georg Ratjen). Kort Begröten van de Musikers un Tokiekers, de Vörhang wurr uptrucken.

Dat Beuntjepapier-Ruscheln holl up, de Sabbelee ok. Up’e Bühn in düster Lucht een scheev verlaten Huus mit twee Etaschen. Vergammelte Finsters, tweie Finsterladen, een eensame Straat.

Ik kann an disse Stä nich den heelen Afloop van de Oper vertelln as’n Kritiker dat woll bäter kunn.

Gediegen Musik weer’t up jeden Fall. Behangen bleven is een Spill van de Sängers as’t dramatischer nich wäsen kunn. Van de Geschicht, de tämlik verdwass aflopen dee, is besunners de Rull van den „Wozzeck“, as he in de Oper nöhmt ward, intressant wäsen. Een verdreihten, unkloken Keerl, de to’n Mörder an sien Marie ward.

Dotiet hett mi de Sänger-Naam August Sander noch nix seggt. Van do an is he för mi een „Begriff“ van hoge Gesangskunst wurrn. Ik kunn nich ahnen, dat ik ’smals mit dissen groden „Sänger-Darsteller“ tosamen up’e Bühn van’t Ollnborger Staatstheater stahn druff – ik as lüttjen Mitsinger in den Extra-Chor. Dichtbi muß ik faken bi August stahn. Weer faken ok goot, denn wenn wi is in’t Slingern kemen mit usen Part, spääl he sik neeger an us ran un stimm in usen Gesang mit in, dat wi wedder Kurs kregen.

Bi dat Instudeern van Opern un Operetten kunn’n erfahrn, dat August Sander bi sien Position as Künstler een eenfachen Minsch wäsen un bleven is. He harr Humor, he snack mit jeden, Techniker, Künstler, Chorsänger, Statisten; he weer afsluut nich överspöönsch – he geev sik as Kolleg. So’n Künstler-Talent, so’n minschlik Upträ’en hett bi mi Indruck maakt, hett Vermaak för de Oper föddert un för mien eegen Läven mit de Kunst een Richtmaat gäven. Schaa, dat ik in mien Schallplattensammlung kien Upnahm van August Sander heff.

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