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„Wildeshausen“ – huust dor de Wilden?

25.02.2021

„Kaamt her, wi willt los!“ roppt Papa. „Och nee, nu noch nicht! Checker Tobi lett glieks siene Rakete stiegen!“ seggt Wilke. Checker Tobi kennt Ji nicht? Den gifft dat in’t Fernsehen. De verklart de Kinner de Welt. Eenfach allens. Würklich goot. Awer op’n Sonndag namiddag is Familientied.

In’t Auto warrd Wilke mit’n Mol ganz opgeregt: „Papa! Holl hier blots nicht an!“ „Awer hier is `ne rode Ampel. Papa mutt anholln,“ versök ik to verklarn. „Awer wi stiegt nicht ut, oder?“ fragt de Lüttje. „Wat hest Du denn, mien Schatz?“ fraag ik Wilke un kiek mi na achtern üm. „Dor…op dat Schild…dor stund, dat hier Hunnen sünd. Un ik bün doch bangen för Hunnen!“ – „Wo?“ fragt Cord und dreiht sick üm. „Sitten bliewen“, segg ik. „Dor steiht „Huntlosen“ op dat Schild“, verklart Papa. „So heet dat Dörp hier.“ „Un Hund schrifft man achtern mit d, wie Dööskopp“, seggt Cord. Papa kennt sick ut: „Huntlosen hett nix mit Hunnen to dohn. De Naam kummt von de Hunte, den Fluss“. „Un de geiht hier los oder wat?“ – „Nee, dat „losen“ steiht för… also…“ – „Weeßt du dat gornicht, Papa?“ warrd de Grode nu neeschierig. Ik krieg heemlich mien Handy rut un fraag Google. „Dat Wurt „Losen“ is een olet Wurt för Waldstück. Huntlosen is also dat Dörp mit een Wald an`e Hunte.“ „Ah…“ segg Cord. Mehr Anerkennung kriggst du as Mama eben nicht.

De Fohrt geiht wieter. Wi find’t een lüttjet Lokal mit een Disch inne Sünn. Dat Ies schmeckt. „Un wo sünd wi hier?“ fragt Wilke. „In Wildeshusen“, segg ik. De Beiden köönt sick för Lachen nicht holln. „Wohnt hier de Wilden? So Indianer oder so?“ Cord hett noch `ne annere Idee:„Checker Tobi weer neelichs in de Steentied. Dor weern ok so komische Typen. Anderstaler oder so heeten de…“ - „Neandertaler“, stell ik dat richtig. „Awer Wildeshusen hett nix mit wilde Minschen to dohn. Dat kummt von…„Äh…jo…“ Papa kriggt sien Handy her. „Wildeshusen is benannt na een Wigald, dat weer een Nakamen von den sächsischen Herzog Widukind. Wildeshusen hett erst „Wigaldinghus“ heten. Mit de Tied is „Wildeshusen“ dorut wurrn“, verklart Papa as een Professor. „Wigald, wat föör een Naam! Totaal pienlich!“ meent Cord. „Un föhrt wi glieks noch bi Oma un Opa in Grodenkneten vörbi?“

Ja, dat maakt wi. Un wiel de Jungs op de Fohrt sogar tiedwies ehren Sabbel hollt, bereit ik mi för. Ik google na Grodenkneten. De Ort hett fröher Gnidon oder Gnydun heeten. Dat heet soweel as drücken, quetschen oder pressen – wat jo sowat ähnliches is at kneten. Nu weet ik Bescheed. Falls eener fragt. Deiht awer nüms.

Awer ik find noch wat rut öwer de Gemeen Grodenkneten. „In Bissel is in dat Johr 1930 mol een Meteorit dahlgahn“, vertell ik mien Familje. „Een echten Meteorit? Voll krass!“ meent Cord. „1930? Weer dat in de Steentied?“ fragt Wilke. „Dat Bruchstück is lange in’t Museumsdorp Cloppenborg opbewahrt wurrn. In dat Johr 2000 hett man dat an’t Landesmuseum Ollnborg utlehnt. Un sietdem is de Meteorit verswunnen,“ lees ik ut Wikipedia vör. Cord ritt de Ogen op. „Verswunnen? Awer…wo kann de denn ween?“. „Also egentlich kann de nu jo öwerall ween, “ segg ik. Un denn gaht wi op de Suche. Wi mööt em finnen, den Meteorit von Bissel. Erst bi Oma in’n Gaarn. Denn man los mit’n Bollerwagen öwer’n Hollen. Jede Steen, de irgendwie besünners utsüht, warrd inpackt. An’n Enn föhrt wi mit een Kufferruum vull Schätze na Huus. Viellicht is ok de Meteorit von Bissel dorbi. Den hett nicht mol Checker Tobi bit nu hen funnen.

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