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NWZonline.de Region

St.-Hedwig-Kirche ist nun keine Kirche mehr

01.06.2007

HOHENKIRCHEN Da gab es schon einige Tränen, als am Mittwoch bei einem Gottesdienst in der St.-Hedwig-Kirche in Hohenkirchen die Profanisierung vorgenommen wurde. Mit diesem Akt, den Pfarrer Lars Bratke zelebrierte, kann das Gebäude nach katholischem Recht jetzt für weltliche Zwecke genutzt werden.

„Dies ist ein besonders schwerer Tag, an dem wir in aller Traurigkeit Gottes Treue feiern“, betonte Bratke, der in die violetten Farbe der Umkehr und der Buße gehüllt war. „Nach Anhören des Priesterrates gebe ich hiermit die St.-Hedwig-Kirche in Hohenkirchen mit Wirkung vom 30. Mai 2007 profanem, aber nicht unwürdigem Gebrauch zurück“, schreibt Weihbischof Heinrich Timmerevers.

„Die Schließung von Kirchen, immer weniger Priester, immer größere Gemeinden und immer weniger Gläubige sind kein Grund zum Feiern“, sagte Bratke. Ohne Gott zu leben, das führe zu Verrohung. Bratke gestaltete den Gottesdienst mit Diakon Ludger Niehoff, Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Theo Söbbecke und Anni Zähler.

An dessen Ende stand der Auszug der kirchlichen Insignien. Damit kam Bratke der Aufforderung von Timmerevers nach, das Gotteshaus für weltliche Zwecke nutzbar zu machen. Wie es mit dem Haus weitergeht, ist noch nicht klar. Zwar gebe es Interessenten, doch konkrete Verhandlungen würden noch nicht geführt, sagte Bratke.

Die Reliquien der Heiligen Hedwig und des Nikolaus von Flue aus dem Altar der Kirche werden zunächst in der St.- Marien-Kirche in Schillig untergebracht. „Später wird dann entschieden, ob die Reliquien hier bleiben oder nach Münster in den Dom gehen“, sagte Bratke.

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