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GROßSPORTHALLE: Dem Landkreis mehr Geld abverlangt

23.11.2005

RODENKIRCHEN Der Kreis soll sich auch an den kalkulatorischen Kosten und an der Abschreibung beteiligen. Die SPD warnt vor einem Präzedenzfall.

von rolf Bultmann RODENKIRCHEN - „Wir waren davon ausgegangen, Ihnen heute eine einvernehmliche Lösung präsentieren zu können, aber die Gespräche mit der Gemeinde Stadland haben noch keinen Abschluss gefunden“, teilte Heinz Hannemann vom Fachdienst Bauen und Planen der Kreisverwaltung den Mitgliedern des Kreistagsausschusses für Planen, Bauen und Umwelt mit. Die konnten deshalb während ihrer jüngsten Sitzung auch keine Beschlussempfehlung zu einer neuen Nutzungsvereinbarung für die Rodenkircher Großsporthalle abgeben.

Die bisherige vertragliche Vereinbarung für die schulische Nutzung der Großsporthalle zwischen dem Eigentümer (Gemeinde Stadland) und dem Schulträger (Landkreis Wesermarsch) endete am 31. August. Bislang habe sich der Landkreis, gemäß des schulischen Anteils (35 Prozent) an der Gesamtnutzung, mit jährlich rund 30 000 Euro an den Betriebskosten beteiligt. In ihrem Vorschlag für eine neue Nutzungsvereinbarung habe die Gemeinde zunächst jedoch 80 000 Euro gefordert, berichtete Heinz Hannemann.

In Abstimmungsgesprächen zwischen Kreis- und Gemeindeverwaltung habe man sich aber auf eine Summe von 43 500 Euro weitgehend geeinigt. Die Erhöhung gegenüber der bisherigen Regelung ergebe sich dadurch, dass die Gemeinde bei ihrer Kostenberechnung erstmalig auch kalkulatorische Zinsen und Abschreibungen sowie eine Rückstellung von 7000 Euro für bauliche Unterhaltungsarbeiten geltend gemacht habe.

Wie Heinz Hannemann weiter erläuterte, habe die Gemeinde bei ihrer 80 000-Euro-Forderung für Zinsen 6 Prozent und für Abschreibungen 4 Prozent angesetzt. Die neue Berechnung basiere auf eine Mischkalkulation von 3,6 Prozent.

Hans-Dieter Lohstroh (SPD) warnte vor einer vorschnellen Entscheidung. Wenn sich der Landkreis an den kalkulatorischen HallenKosten der Gemeinde Stadland beteilige, müsse auch er den Kommunen für die außerschulische Nutzung der kreiseigenen Hallen einen Anteil an den kalkulatorischen Kosten und damit erheblich mehr Geld abverlangen.

Für die CDU/Grüne-Kreistagsgruppe wies Klaus Klinkenberg auf ein noch ausstehendes „Spitzen-Gespräch“ zwischen Landkreis- und Gemeindevertretern hin.

Während der Ausschuss-Sitzung völlig unerwähnt blieb, dass die Gemeinde Stadland den Abschluss einer neuen Nutzungsvereinbarung auch davon abhängig macht, dass der Landkreis seinen bislang von ihm verweigerten Anteil in Höhe von 122 000 Euro an der Erneuerung der Heizungstechnik in der Rodenkircher Großsporthalle zahlt. Gemeinderatsmitglieder hatten bereits mit der Schließung der Halle für den Schulsport gedroht.

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