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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Stadland

Erfreuliche Prognosen für Milchbauern

16.12.2010

RODENKIRCHEN „Nach den bisherigen Prognosen können wir positiv ins nächste Jahr blicken“, sagte Kreislandwirt Peter Cornelius aus Seeverns, Vorsitzender des Tierseuchenfonds Wesermarsch, während der Jahreshauptversammlung in der Markthalle. Der Milchmarkt habe sich stabilisiert und der Export von Milchprodukten laufe derzeit gut. Wachstumsmärkte seien vor allem Russland und Ostasien.

Ähnlich gut sehe es auf dem Fleischmarkt aus, wo momentan viel aus der Türkei nachgefragt werde. Die Schlachtviehpreise bewegten sich langsam nach oben. Allerdings werde Getreide und damit Tierfutter in den nächsten Jahren nicht billiger, so dass hiesige Landwirte aus ihren Grünlandflächen das Beste herausholen müssten.

Über ein Plus in der Kasse des Tierseuchenfonds konnte Geschäftsführer Manfred Ostendorf berichten. Er sagte den Landwirten Entschädigungszahlungen bei BVD-Verlusten zu als Ausgleich für die entfallenen Zahlungen der niedersächsischen Tierseuchenkasse.

Als Mitglieder im Vorstand sind Peter Cornelius aus Blexerwisch, Jan-Dirk Hadeler aus Elsfleth, Hartwig Gloystein aus Elsfleth, Stephan Bremermann aus Tossens und Leenert Cornelius junior aus Ovelgönne bestätigt worden.

Über ein neues Verfahren zur Leberegel-Bekämpfung im Landkreis referierte Dr. Asmus Erichsen. Bisher haben 500 Betriebe im Kreis ihre rund 30 000 Tiere gegen Leberegel behandelt. Da fast alle Betriebe vom Leberegel befallen seien, was Tankmilchproben ergeben hätten, sei die Beteiligung möglichst vieler an der Bekämpfung des Parasiten notwendig. Bei einer positiven Diagnose müsse der Tierarzt kontaktiert werden und nur hier könne auch das entsprechende Medikament bestellt werden. Auch Abgabebeleg und Rechnung händige der Tierarzt aus.

Eventuell Wartezeit

Asmus Erichsen wies darauf hin, dass die Hilfskräfte zur Eingabe des Medikamentes zurzeit noch vom Tierseuchenfonds bezahlt werden. Jetzt, in den Wintermonaten, sei die beste Zeit der Leberegel-Bekämpfung, doch müsse ein Abstand zu anderen tierärztlichen Maßnahmen von mindestens zwei Wochen eingehalten werden. Außerdem müsse die Wartezeit bis zu ersten Laktation zwei Monate betragen und laktierende Kühe müssten mit einem gänzlich anderen Medikament behandelt werden.

Über wirtschaftliche Folgen der BVD-Erkrankung (eine Viruserkrankung) beim Rind berichteten Dr. Norbert Heising und Dr. Jasmin Schmedt auf der Günne vom Zweckverband Veterinäramt JadeWeser. Bei 60 bis 80 Prozent der Tiere haben Untersuchungen einen Antikörpernachweis erbracht. Rund ein Prozent der Rinder seien Dauerausscheider und bei ihnen verlaufe die Erkrankung zu 90 Prozent tödlich. Dauerausscheider seien nicht therapierbar. Sie könnten gesunde Tiere unbemerkt vorübergehend anstecken und produzierten selber auch immer Dauerausscheider.

Um eine schleichende Ausbreitung des Virus im Bestand zu verhindern, müssten alle neugeborenen Kälber mit einer Gewebeprobe aus der Ohrstanze untersucht werden. Von 11 652 Tieren wurden mit Stand 8. Dezember bisher 50 positiv per Ohrstanze getestet. Die Untersuchung bis zum 4. Tag sei der frühestmögliche Zeitpunkt. Erst ab dem 61. Lebenstag könne eine ebenfalls günstige Blutprobenuntersuchung vorgenommen werden, die Kosten übernehme die Tierseuchenkasse.

Ab 1. Januar Pflicht

Ab 1. Januar herrsche zudem eine bundesweite Untersuchungspflicht. Und ab Februar übernehme die Tierseuchenkasse keinerlei Entschädigungskosten. Die beiden Veterinäre hoffen, dass in zwei bis drei Jahren alle Tiere untersucht sind und dann eventuell auf Impfungen verzichtet werden kann.

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