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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Stadland

Feuer nicht immer mit Wasser löschbar

18.07.2016

Rodenkirchen Das Interesse an der diesjährigen Ferienpassaktion der Stadlander Jugendwehren auf dem Rodenkircher Marktplatz war sehr groß. Neben den angemeldeten 15 Kindern nahmen noch weitere sieben spontan an dem Aktionstag teil. Hinzu kamen auch 20 Mitglieder der Jugendfeuerwehren Rodenkirchen und Seefeld-Reitland-Schwei, die ebenfalls mit Begeisterung den Parcours auf dem Rasen durchliefen.

Dort wartete zuerst eine Demonstration auf die Teilnehmer, bei der eine gefährliche Alltagssituation nachempfunden war. Es wurde ein Fettbrand simuliert, bei dem das Öl in einer Eisenpfanne mit einem Brenner erhitzt wurde, bis sie in Flammen aufging. Um eine noch größere Wirkung zu erzielen und den Kindern zu verdeutlichen, dass man Fett nicht mit Wasser löschen sollte, kippte ein Feuerwehrmann ein kleine Menge Wasser in das brennende Öl. In Sekundenschnelle entwickelte sie eine meterhohe Stichflamme, die im Hausinneren sicherlich zu einer Katastrophe geführt hätte. Mit Staunen verfolgten die Kinder das eindruckvolle Spektakel.

Qualm im Haus simuliert

Danach ging es in drei Gruppen zu den einzelnen Stationen. Im Umkleideraum des Feuerwehrhauses wurde mit Disco-Nebel ein Qualmbrand im Haus simuliert. Die Kinder erfuhren, wie man sich in einem solchen Gefahrenfall richtig zu verhalten hat. Auf dem Boden aus dem Raum kriechen, lautete der lebensrettende Tipp der Brandretter. „Das war sehr lehrreich“, fand Gesa Meyer, die zum ersten Mal an der Ferienpassaktion der Jugendfeuerwehr teilnehm. Die 9-Jährige war überrascht von der Schutzkleidung der Feuerwehrleute, die die Kinder näher kennenlernen und überziehen durften. „Die Jacke war schwer, der Helm ging so“, fand Gesa.

„Der Nebel war spannend“, stellte der achtjährige Luca Frank Lepies aufgeregt fest. Mit seiner Brille konnte er im dichten Nebel auch nur noch Konturen erkennen. „Wenn man die Füße nicht mehr erkennen kann, dann muss man auf den Boden“, gab der Achtjährige das Erlernte wieder.

Spannend, aber nicht immer von Erfolg gekrönt, verliefen die Experimente, die Jugendwart Gerriet Böning mit den Teilnehmern an einem Tisch in der Gerätehalle absolvierte. Dort wurde ein Zuckerstück ohne und mit Ascheüberzug in Brand gesetzt. Während es ohne die Asche nur vor sich hinschmolz, fing das Zuckerstück mit Asche an zu brennen. Die Asche wirke wie ein Katalysator, was dazu führe, dass eine Flamme entsteht, erklärte Gerriet Böning.

Experimente absolviert

Den Fünf-Euro-Schein, den er anschließend in ein Gemisch aus Wasser, Spiritus und Salz tauchte, konnte er nicht zum Brennen bringen. Eine Pleite war das letzte Experiment, bei dem über einem Teelicht ein in Alu-Folie gelegtes und in Öl getauchtes Popcorn zum Poppen gebracht werden sollte. Egal, ob das Popcorn im Öl schwamm oder nur davon benetzt war, die Hitze des Teelichtes reichte l nicht aus, um den leckeren Snack zu produzieren.

Auf dem Rasen des Marktplatzes wartete eine Art Agility-Parcours mit verschiedenen hölzernen Hindernissen und einem Plastiktunnel zum Durchkriechen auf die Kinder. Am Ende stand eine Feuerspritze mit Zielwand.

Um eine Einsatzsituation zu demonstrieren, war auf dem Rasen auch ein Viereck mit einer Eingangstür aufgebaut, durch die einige Brandschützer nach der „Alarmierung“ stürmten. Hier wurde ein Zimmerbrand simuliert, den die Kinder sehr gut verfolgen konnten.

Der Aktionstag dient der Jugendfeuerwehr auch immer als Werbungsmöglichkeit, bei der sich die Jugendfeuerwehr der Öffentlichkeit präsentieren kann. Zurzeit seien nur zehn Kinder in der Rodenkircher Jugendwehr, sagte die Jugendwartin Fenja Rohde. In der Jugendwehr Seefeld-Reitland-Schwei sind es immerhin 26 Kinder.

Die beiden Jugendfeuerwehrwarte Gerriet Böning und Fenja Rohde sowie Gemeindejugendfeuerwehrwartin Anna Lena Albertzard würden sich über neue interessierte Kinder freuen. Geübt wird montags ab 18 Uhr in Rodenkirchen und ab 17.30 Uhr in Seefeld. Wer Lust hat, kann an diesen Tagen vorbeischauen und unverbindlich teilnehmen.

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