Rodenkirchen - Wer wünscht sich an einem trüben Novembertag nicht etwas fröhlich Blühendes? Damit es wenigstens im nächsten Frühjahr in der Rodenkircher Ortsmitte grün und gelb leuchtet, sind am Donnerstagvormittag 34 Vorschulkinder der Tagesstätte Regenbogen ausgerückt.
Sie legten auf dem Grasstreifen am Westrand des Marktplatzes Blumenzwiebeln in Löcher, die ehrenamtliche Helfer zuvor mit Spaten ausgehoben hatten. Dann packten sie Grassoden drauf und – das war ein besonderer Spaß – trampelten sie fest. Die Kinder hatten sichtlich Spaß an der Arbeit, sie konnten es kaum abwarten, die nächste Blumenzwiebel aus dem Korb zu holen und in ein Pflanzloch zu legen.
Dabei war Vorsicht geboten, denn die Kinder werkelten dicht an der Marktstraße und die Autofahrer hätten durchaus noch etwas vorsichtiger fahren können. Anderthalb Stunden lang pflanzten die Vorschulkinder die Zwiebeln ein, die im nächsten Frühjahr als Narzissen wieder aus dem Boden sprießen werden. Damit haben die Kinder schon einen wichtigen Zusammenhang gelernt, freuen sich die Kindergartenleiterin Brigitte Wargenau und Rolf Mannott, der Vorsitzende des Bürgervereins und Pfingstbaumclubs Achterdorp.
Rolf Mannott war es auch, der bei Bürgermeister Klaus Rübesamen mit dieser Idee offene Türen eingerannt hatte. Vor vier Jahren waren schon einmal Narzissen gepflanzt worden, doch sie sind inzwischen verblüht. Die neuen Blumen sollen drei Jahre lang blühen.
Gepflanzt wird nicht nur an der Westseite des Marktplatzes, sondern auch am Berliner Platz. Was die Regenbogen-Kinder am Donnerstag nicht geschafft haben, werden Kinder aus dem Hort An den Buchen nächste Woche nachholen.
Rolf Mannott hat 160 Kilogramm Blumenzwiebeln bestellt, das ergibt 2400 Narzissen. Den Anschaffungspreis von 300 Euro übernimmt die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung. Die Pflanzaktion ist eine von 73 Veranstaltungen in der Naturschutzwoche für Kinder des Vereins Natur-Netz Niedersachsen, die die Stiftung mit insgesamt 125 000 Euro fördert. Diese Aktion ist die einzige im Landkreis Wesermarsch.
Der Vorsitzende Rolf Mannott hatte dafür mehrere Ehrenamtliche aus seinem Bürgerverein Achterdorp, dem Bürgerverein Mühlenland und aus Wassersportvereinen zum Mitmachen motiviert. Die Kinder wurden im Anschluss noch in den Ratssaal eingeladen.
Gepflanzt werden soll auch im November nächsten Jahres, sagt Rolf Mannott, dann wahrscheinlich an der Schweier Straße.
