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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Stadland

Tschernobyl-Tag: „Radioaktive Gefahr immer noch aktuell“

30.04.2020

Kleinensiel Die radioaktive Gefahr aus dem explodierten Kernkraftwerk in Tschernobyl ist 34 Jahre nach der Katastrophe im Wortsinne brandaktuell. Darauf verweist der Arbeitskreis Wesermarsch (AKW) der regionalen Anti-Atomkraft-Initiativen anlässlich des Tschernobyl-Tages.

Wälder brennen

Am 26. April 1986 war ein Kraftwerks-Block im ukrainischen Tschernobyl (damals Sowjetunion) in die Luft geflogen. Heute entstehen dort neue radioaktive Wolken, weil seit Anfang April die Wälder in der Umgebung von Tschernobyl brennen. Mit Cäsium 137 und Strontium, die immer noch weiträumig in der Umgebung des Kraftwerks liegen, kommen akute gesundheitliche Gefährdungen auf die Tagesordnung, heißt es in der Mitteilung des Arbeitskreises. Werner Groß, Friedrich Haubold, Karsten Langbehn und Hans-Otto Meyer-Ott haben sie unterschrieben.

„So wie in Fukushima Wind und Regen die Radioaktivität von den Bergen permanent neu weiterverteilen, geschieht dies jetzt durch die Waldbrände in Tschernobyl“, heißt es in der Erklärung weiter. „Und wie 1986 und in den Folgejahren werden auch heute wieder von Verantwortlichen in Ost und West die gesundheitlichen Gefährdungen durch die radioaktive Strahlung klein geredet und geleugnet.“

Schlimmer als Corona

Von der Atomindustrie gehe vom Uranabbau bis zur ungeklärten Langzeitlagerung des hoch radioaktiven Mülls eine permanente Gesundheitsgefährdung aus. Die Einschränkungen nach einem Super-GAU in Deutschland würden die aktuellen Verbote wegen der Corona-Krise noch deutlich übersteigen, vermutet der AKW.

Positiv wertet der Arbeitskreis, dass Energieerzeuger seit Tschernobyl aus eigenem Antrieb keine Kernkraftwerke mehr gebaut haben. Sie entstünden nur noch in Staaten, die Interesse an Atomwaffen hätten oder in denen es hohe staatliche Unterstützungen gebe. In Deutschland sei 1989 mit Neckarwestheim 2 das letzte Kernkraftwerk ans Netz gegangen.

Kritisch sieht der Arbeitskreis die Gerichtsverfahren zu den Zwischenlagern für abgebrannte Brennelemente und die Abfälle aus dem Rückbau: Sie würden in die Länge gezogen. Auch die erfolgreich gestartete Energiewende werde aktuell „zugunsten der fossilen Konzerne wieder abgewürgt“.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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